Motorraum einräumen - Teil 2

Aber aber...der mit dem Durchschlag war ich !

Ein Simmerring ist ein plumpes Bauteil. Der muss nicht mit Samthandschuhen behandelt werden. Eine Delle o.ä sollte naturlich nicht reingeschlagen werden aber mit kleinen leichten Schlägen im Kreis geht das auch super einfach und gut.

Ölwanne schließe ich auch aus. Der Motor war draußen als die Ölwanne montiert wurde. Da ist es sehr unwahrscheinlich mit der Wanne bei der Montage irgendwie hängen zu bleiben.

Ich denke auch es ist der Simmerring oder die Endplatte hinter dem Schwungrad wurde nicht richtig eingeklebt....man, so eine Kacke.

Jetzt muss der ganze Kram wieder raus und alles neu gemacht werden. Hoffentlich machst du es nicht 5 mal wie ich :-S

Und das du keine Lust hast, kann ich absolut verstehen. Hoffentlich ist das was da aus der Ablassschraube kommt wirklich das LM 48.

Grüße
 
...aber ihr macht ja eh, was ihr wollt. :biggrin:
Ich wäre der Letzte, der Ratschläge aus alter praktischer Erfahrung in den Wind schlägt - danke für den Hinweis, den ich natürlich noch befolgen werde, bevor ich das Getriebe nochmal ausbaue!

Wobei ich mir auch an der Stelle keiner Schuld bewußt bin.
Die Bilder aus der Phase sind ja leider mit dem ersten Teil dieses Threads im Nirvana gelandet - deswegen hier nochmal das, was ich da gemacht habe, vielleicht kannst du ja einen Haken erkennen:

Deckel und Wanne waren sauber und fettfrei vor dem Zusammenbau.
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Ebenso die Dichtfläche am Block (hier natürlich noch nicht fertig):
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Die Dichtmittelraupe ist IMHO ausreichend und korrekt
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Vom Stirndeckel gibt es leider kein solches Bild, aber dort in gleicher Weise aufgebracht.

Und hier denke ich, ist zu erkennen, dass die Wanne dicht ist, und dass der Ring gut geölt eingesetzt wurde, auch:
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Hier der Flansch nach dem Ausbau...
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...und nach dem Läppen (leider nur ein schlechtes Bild):
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Ich werde doch in dem Bestreben, mit dem neuen Ring nicht in die alte Laufspur zu kommen, mit der Dichtlippe nicht so weit außen gelandet sein, dass sie nun auf dem angegangenen äußeren Bereich läuft...??! :confused:
Der verwendete Reinz hat die Dichtlippe zwar deutlich weiter außen als der alte und die aktuellen Elring-Ringe...
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aber doch nicht so weit außen...
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Mal durchgerechnet:
Der Flansch ist ca. 14 mm dick, die alte Laufspur liegt zwischen 10 und 11 mm von der Außenkante entfernt, der Reinz-Ring ist (wie der Elring) 11 mm dick. Die genau Tiefe der Dichtlippe hab ich leider nicht gemessen, sie dürfte bei dem etwa bei 4 mm von außen liegen.
Der Flansch steht ca. 1 mm aus dem Ring heraus - damit sollte die Dichtlippe ca. 5 mm von der Außenkante des Flansches entfernt laufen - damit eigentlich doch sicher außerhalb des narbigen Bereichs...
 

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Eigentlich denken wir zu viel über den Ring nach. Es kann und darf nicht sein, das ein Ring an dieser Stelle trotz Spezialwerkzeug wieder undicht wird. Vorallem da es eine bescheidene Arbeit und eigentlich unnötig ist.

Andere Frage...du hast die beiden Anlaufscheiben der Kurbelwelle montiert?

Ansonsten kann es, wie auch bei mir, einfach ein dummer Zufall gewesen und du hast einfach "pech".

Edit:

normalerweise sind neue Schrauben der Schwungscheibe microverkapselt. Diese Verkapselung sichert zum einen die Schraube und dichtet auch die Bohrung ab, falls es kein Sackloch ist.

Evtl. war deine Gewindedichtung nicht für den Einsatzzweck gedacht oder es ist dir ein Fehler unterlaufen?!

Sind die Löcher für das Schwungrad durchgängig?
 
Es kann und darf nicht sein, das ein Ring an dieser Stelle trotz Spezialwerkzeug wieder undicht wird. Vorallem da es eine bescheidene Arbeit und eigentlich unnötig ist.
Absolut...!

Andere Frage...du hast die beiden Anlaufscheiben der Kurbelwelle montiert?
Jaaa... :rolleyes:
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...falls es kein Sackloch ist.

Evtl. war deine Gewindedichtung nicht für den Einsatzzweck gedacht oder es ist dir ein Fehler unterlaufen?!

Sind die Löcher für das Schwungrad durchgängig?
Ja, die Löcher in der KW sind durchgängig.
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Die Schrauben sind ganz sicher alle mit Gewindedichtung eingesetzt - die Diskussion, ob da Gewindedichtung oder Loctite hochfeste Schraubensicherung verwendet werden soll, hatten wir früher ja schon geführt.
Es ist jedenfalls das gleiche spezielle Gewindedichtmittel, dass z.B. die Ölablasschraube am Getriebe immer zuverlässig trockengehalten hat. Wenn das Schuld wäre, würde ich das auch nicht nach 50 km erwarten...
 
Neue Schrauben sind wie gesagt microverkapselt, um genau dort abzudichten.

Habe meine damals auch ersetzt.

Würde, wenn das Getriebe draußen ist, die Schrauben direkt erneuern.

Auf der Getriebeseite habe ich einen Elring Simmerring montiert. Der ist, im Vergleich zur anderen Seite trocken und dicht.

Kostet dich jetzt halt nur Freizeit und fast kaum Geld.

Dennoch Glückwunsch zum Ergebnis. Und trotz Rückschläge darf man stolz auf sich sein. Egal ob Fachmann, Profi oder Hobbyschrauber.
 

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Danke! Ja, ich freue mich ja trotzdem, dass er erstmal so gut läuft!
Sind halt nochmal 2 Tage Arbeit.
Es wäre doch auch vermessen zu erwarten, dass die allererste Komplettrevision so eines Motors in Eigenregie völlig ohne Fehler oder Panne abläuft! :rolleyes:
Nur so langsam müsste ich mal zur HU - die war im Juni schon fällig... :redface:

Ist die gezeigte Schraube evtl. für Automatikgetriebe?
Das hier ist jedenfalls die Schraube für den B2x5 mit Schaltgetriebe - Teile Nr. 30551806, Art. Nr. 1049202

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Ist ja witzig der Vermerk, dass (zusätzlich) Schraubensicherung erforderlich sei...

Neuer Ring von Corteco ist bereits bestellt.
 
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Ja du hast recht. Ich habe einfach "blind" eine zur Veranschaulichung gepostet. Tatsâchlich ist es die wie auf deinem Bild. Auch beim Auomatik. Scheinen wohl gleich zu sein.

Ich bin gespannt ! Mein Elring ging auf der Getriebseite sehr leicht in diese Platte rein. Habe ihn daher mit Dirko HT eingesetzt um einen Ölverlust zwischen Platte und Simmerring zu vermeiden.

Hast du den Simmerring mit einem Konus über die KW geschoben damit die Dichtlippe richtig übergestülpt wird?
 
Nein, ich hab den Simmerring mit dem originalen Saab-Wekzeug montiert (siehe 4. Bild in #142) - deswegen meine Sicherheit, da eigentlich nicht viel falsch gemacht haben zu können, und die Verwunderung, dass er nun doch undicht ist.

Das Prinzip ist ja, dass der Simmerring mit der Dichtlippe "rückwärts" auf den inneren Teil des Werkzeugs aufgeschoben werden kann, also quasi von der Motorseite her, so dass sich die Lippe dabei nicht umkrempeln kann.
Der Teil mit dem aufgesetzten Ring wird dann auf den KW-Flansch geschraubt.
Dann wird mit dem äußeren Teil des Werkzeugs, dessen Innendurchmesser größer als der innere Teil ist, der Ring gleichmäßig und in definierter Tiefe vom inneren Werkzeugteil auf den Flansch geschoben.
Da der innere Werkzeugteil wiederum minimal größer ist als der Flansch, sollte sich die Lippe beim Übergang vom Werkzeug zum KW-Flansch auch nicht umkrempeln oder knicken können.

Hier https://www.michas-schrauberseite.de/saab/9-5/getriebe-kupplung/ in Michas Video ist ab ca. 4:20 die Verwendung ganz gut zu sehen - was er aber nicht gezeigt hat, ist das Aufsetzen des Simmerrings auf das Werkzeug.
Zu Beginn ist der Innenteil des Werkzeugs zwar schon ohne Ring auf dem KW-Flansch festgeschraubt zu sehen - was IMHO falsch ist und keinen Sinn hätte, denn der Ring müsste dann auch von außen *gegen* die Lippe aufgeschoben werden.
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Ab ca. 4:30 ist nach einem Bildschnitt dann aber der Innenteil mit aufgesetztem Simmerring zu sehen, den er dort gerade festschraubt...
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... ich gehe deshalb davon aus, dass er für das Aufsetzen des Ringes den inneren Werkzeugteil nochmal vom Flansch abgenommen hatte, um den Ring auch von hinten aufschieben zu können.
 
Mit dem Spezialwerkzeug ist das Einsetzen des Simmerings eigentlich idiotensicher. Und wenn ich so zurück blicke, kann ich mich nicht dran erinnern, jemals einen neuen Ring kaputt gekriegt zu haben.
Aber wenn ich so die Dichtfläche von der Ölwanne ansehe, ist da auch genügend drauf gemacht. Kann man ja sogar auf einem Bild oben gut sehen, wieviel nach aussen gequetscht ist. Daran kann es also auch nicht liegen.
Schrauben der Schwungscheibe mit Dichtmittel eingesetzt, also auch nicht der Fehler.
Bleibt echt der KW-Ring, der dann wahrscheinlich doch in der Rille läuft.asdfasdfasdf
 
Danke Patric, wird beherzigt!

Und danke an alle, die ihr Bedauern, Mitgefühl und Verständnis geäußert haben - das tut gut!
Aber ich sehe das auch als Herausforderung - das blöde Ding muss doch dicht zu kriegen sein, und ich bin schon gespannt, wie lange ich jetzt für den Aus- und Einbau des Getriebes brauche... :rolleyes:

Auf jeden Fall werde ich versuchen, den Ring so schonend wie möglich herauszubekommen und ihn mir gaaanz genau ansehen - vielleicht kann man ja irgendwas erkennen, was einem einen Hinweis auf den Grund geben könnte...
 
Bleibt echt der KW-Ring, der dann wahrscheinlich doch in der Rille läuft.asdfasdfasdf
Nö, katerchen, schau bitte nochmal die Maße und Bilder in #142 an, von der alten RiIlle ist die Lippe wirklich weit weg! Wenn es nur das wäre, wüsste ich ja, was ich falsch gemacht hab.
 
An Bruders Saab 9-3 war nach Motorrevision eine Schraube locker, die unten links wenn man auf die Schwungscheibe schaut. Also eine der Schrauben, die den Deckel auf der Schwungradseite vom Motorblock befestigt. Nach der ersten Probefahrt hat der Wagen da unten gut raus gepisst und wir dachten auch zunächst an den Simmerring. Haben dann aber die lockere Schraube eher zufällig entdeckt. Deckel raus, sauber gemacht, neu eingesetzt und dann war es dicht - bis heute ein Jahr später). Da würde ich zusätzlich auch nochmal nachschauen.
 
Blechschraube in den Ring einschrauben und mit einer Zange herausziehen. :smile:
Da bleibt die Lippe und der äussere Ring ganz...für die Urteilsfindung hilfreich.:rolleyes:...falls es doch nicht aus dem Deckel kommt.:cool:
 
Schraube locker, die unten links wenn man auf die Schwungscheibe schaut.
Du meinst eine von diesen (also konkret die links unten)?
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Kommt man da bei montiertem Getriebe und Schwungscheibe ran? Mit kurzem Besteck an die unteren beiden Schrauben wohl ja - ansonsten muss das Getriebe so oder so raus...
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Werde ich gerne kontrollieren - danke, ich fasse ja gerne jeden Strohhalm, der mir die Arbeit erspart!
 
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Ja, genau die meine ich.

Bei uns war das Getriebe zu dem Zeitpunkt schon draußen. Mit Nachziehen war auch fraglich, obs was wird. Wenn die Dichtfläche da schon versagt hat und Öl dazwischen ist, sollte man besser den Deckel abnehmen, reinigen und neu verbauen mit frischer Dichtmasse.

Wenn man so heran kommt, könnte man das aber mal probieren. Man hat ja nix zu verlieren, wenn es das wäre und durch nachziehen keine Besserung eintritt.
 
Wenn einmal Öl zwischen den Flächen war, dann wird es nicht mehr dicht.
Das ist das Hauptproblem, wenn man die Ölwanne im eingebautem Zustand des Motors abdichten will.
Die Ölwanne muß möglichst schnell montiert werden, bevor Öl von oben nachlaufen kann. :smile:
Ein Tropfen reicht, um an dieser Stelle eine Undichtigkeit zu haben.
Man kann es drehen, wie man möchte...das Getriebe muß auf jeden Fall wieder heraus.
 
Ja, ich überlege ja echt, auch die Stirnplatte sicherheitshalber nochmal abzunehmen, wenn sich vor oder bei der Demontage nicht gaanz eindeutig feststellen lassen sollte, ob das Öl wirklich aus dem Simmerring kommt. Aber das werde ich dann sehen und entscheiden, wenn's soweit ist...
 
Vielleicht kommt das Öl auch aus der Zylinderkopfdichtung und läuft von oben in die Getriebeglocke...:vroam:
 
Drück dir die Daumen :top:, dass es nicht in zu viel Arbeit ausartet!

Erinnert mich an den Motor meines BMW-Cabrios: Den hab' ich schön bequem auf einem Ständer fertig gemacht. Ölwanne, Dichtungen, Dichtmittel...
Eingebaut, getestet und war auf Anhieb absolut dicht. Dann aber wollte ich unbedingt nochmal das Öldruckregelventil checken. Also Ölwannen (ist bei diesem Motor zweiteilig asdf) wieder ab. Ventil ersetzt (nicht wirklich nötig) und die Wanne siffte nach der Aktion :mad:. Also nochmal ab und wieder versucht kopfüber den Sch... unterm Auto dicht zu bekommen. Nix zu machen... Bis heute gibt es immer mal wieder ein kleines Tröpfchen Öl auf dem Boden in der Garage :frown:.
 
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