Elite...

Naja - die geschätzten zig-Milliarden Steueraudffälle durch Steuerhinteziehung halten sich über die Jahre recht konstant. Mich wundert, wie man sich 'wundern' kann, dass es so was gibt (Merkelentrüstung). Wir, die Steuerzahler und 'Besitzer' des Staatsvermögens zahlen einen ähnlichen Betrag an Zinzen für unsere Schulden.
 
http://ftd.de/politik/:Sarkozys Ausraster Frankreich/322552.html

Was für ein Prolet, wohl wissend das immer die Medien dabei sind. Deshalb ist Vorsatz zu unterstellen.

L' état c'est moi, also kann ich mir alles leisten.

In meiner Jugend hieß es "den Mund mit Seife auswaschen". Bei diesem Subjekt reicht der Kärcher nicht aus. (Ich hoffe ihr könnt euch erinnern)

Ok, -bislang- keine Steuerhinterziehung, aber passend zum Thema Elite :biggrin:
 
Elite? Ein bis zum Erbrechen von sich eingebildeter Niemand.
Solche Vollnullen wie in der Politik sind allenfalls noch in den Führungsetagen diverser Hedgefonds anzutreffen.

Im Vergleich dazu (!!!) dürften Vorstände wie Zumwinkel wohl unzweifelhaft mit aller Anerkennung zur wirklichen Elite gezählt werden. Von Leuten wie Wiedeking & Co. mal ganz zu schweigen.
 
Elite? Ein bis zum Erbrechen von sich eingebildeter Niemand.
Solche Vollnullen wie in der Politik sind allenfalls noch in den Führungsetagen diverser Hedgefonds anzutreffen.

Im Vergleich dazu (!!!) dürften Vorstände wie Zumwinkel wohl unzweifelhaft mit aller Anerkennung zur wirklichen Elite gezählt werden. Von Leuten wie Wiedeking & Co. mal ganz zu schweigen.

Fällt mir so im Nachgang ein.

Bei Zumwinkel wird die Vorbildsfunktion in Frage gestellt.

Dagegen haben die Politiker mal wieder ihre Diäten um 10 % angehoben, votieren aber, das für Otto Normalverbraucher eine Anhebung des Lohns in dieser Höhe unangemessen ist.

Von mir aus darf der öffentliche Dienst so viel streiken wie er will. Die 8% sind da eher noch ein Geschenk an die Arbeitgeber.

Viele Grüsse

Thomas
 
Von mir aus darf der öffentliche Dienst so viel streiken wie er will. Die 8% sind da eher noch ein Geschenk an die Arbeitgeber.
Sehe ich keineswegs so. Denn 'Arbeitgeber' ist schlußendlich der Steuerzahler. Und dies ist zu großen teilen 'der kleine Mann', welcher in der normalren, freien Wirtschaft wohl kaum auch nur näherungsweise in Reichweite an diese 8% heran kommen wird.
Hier driften die Einkommen zw. der Masse in den nirgendwo tarifgebundenen Klein- und Kleinstbetrieben und denen, die es zumindest in eine der unteren Hängematten-Etagen geschafft haben, dann schon wieder weiter deutlich auseinander.
 
Dagegen haben die Politiker mal wieder ihre Diäten um 10 % angehoben, votieren aber, das für Otto Normalverbraucher eine Anhebung des Lohns in dieser Höhe unangemessen ist.

Hmmmm, naja. Das Problem liegt nicht so sehr an der Diäten-Höhe (denn gute Leute muß man gut bezahlen), sondern an der irrsinnigen Anzahl an Parlamenten und Parlamentariern samt zugehörigem Verwaltungs-Apparat.

200 Abgeordnete in Berlin würden vollauf genügen, genauso wie 6 Ministerien (Kabinett 1 Kanzler + 6 Minister, ungerade Anzahl wegen Abstimmungen). So Pseudoveranstaltungen wie Entwicklungshilfe (wir zahlen seit Jahrzehnten und NIX wird besser) könnte man doch einstellen, auf private Initiative abkippen oder als Unterunterabteilung des Wirtschaftsministeriums führen.

Und dann noch Gremien allerorten: Bund, Länder, Regierungspräsidien, Regionen, Landkreise, Kommunen. Kein Konzern könnte sich so eine Struktur leisten, der wäre innerhalb von fünf Jahren erstickt an den ganzen Abgasen der Sesselp***ser.

Und daran hängt auch die ganze Steuerlastkiste: Wenn man soviele Häuptlinge durchzufüttern hat, muß der einzelne Indianer halt irre viel abgeben von seinem mühsam Erjagten.

Und wenn die teuer bezahlte Bürokratie wenigstens gut wäre, könnte man sich ja damit noch halbwegs trösten. Gegenbeispiele gibt es leider viel zu viele, z.B. das Verpennen aller Einspuchs- und Gestaltungsmöglichkeiten bei der ganzen Feinstaubgeschichte, mit der Umstellung von neun auf acht Jahre völlig überforderte Kultusministerien und so weiter und so fort ...

Hardy

P.S. Literaturempfehlung: C.N. Parkinson: "Parkinsons Gesetz"
 
@Hardy, @René

Das ist leider die Kehrseite der Medaille.

Mir ging es nur um das Mißverhältnis.

Das hier ein Großteil der Kollegen ein risikoloses und parasitäres Berufsleben fristet, ist aus heutiger Sicht nicht mehr tragbar.

Man sollte am Besten gestern damit anfangen, Verbeamtungen abzuschaffen (Ohne irgendwelche Umwege oder Hintertüren, die dann doch noch eingebaut wurden!) und dann das System gesetzlich wie personell sukzessive verschlanken.

Wie gerne hätte ich so einen Kirkhoff (Hieß er so?) damals aufräumen sehen. Leider ist er dem Gerangel aus eigenen Reihen zum Opfer gefallen. Aber er hat halt mal an den vielen kleinen Inselstaaten herumgerüttelt.

Wie gut könnte es Deutschland gehen, wenn administrativ arbeitende Mitarbeiter ab dem Kleinbetrieb aufwärts, die ganzen Steuerberater und 70% der Mitarbeiter der Finanzämter statt dieses komplexen Bullshits tatsächlich produktiv arbeiten und etwas zum BSP beitragen würden.

Die Firmen könnten ihre Preise senken, die Steuern könnten gesenkt werden, es würde mehr konsumiert und mehr exportiert, weil wir konkurrenzfähiger werden - träum. :smile::smile:
 
Das hier ein Großteil der Kollegen ein risikoloses und parasitäres Berufsleben fristet, ist aus heutiger Sicht nicht mehr tragbar.
Man sollte am Besten gestern damit anfangen, Verbeamtungen abzuschaffen (Ohne irgendwelche Umwege oder Hintertüren, die dann doch noch eingebaut wurden!) und dann das System gesetzlich wie personell sukzessive verschlanken.


Das halte ich für eine der grössten Lebenslügen unserer Zeit.
Es ist meiner Ansicht nach FALSCH, alle Bereiche unserer Gesellschaft aus dem (scheinbar doch recht engen) Blickwinkel des Kaufmannes zu betrachten. Es ist NICHT RICHTIG, dass alles und jeder einfach nur dem wirtschaftlichen Wettbewerb ausgesetzt werden muss und alles wird dadurch gut. Ein Staatssystem braucht unabhängige Instanzen um überhaupt funktionieren zu können. Wir brauchen Beamten, die dem Staat verpflichtet sind, die gut bezahlt und abgesichert sind, damit sie öffentliche Aufgaben unvoreingenommen und rechtsstaatlich wahrnehmen können. Von diesen öffentlichen Aufgaben profitieren wir alle. Ich brauche hier nicht unsere Schulen, Schwimmbäder, Krankenhäuser, Friedhöfe, Strassen, Kläranlagen, Strassenbahnen, usw. erwähnen. Das sollte wohl jedem klar sein. Aber was noch schwerer wiegt ist meiner Ansicht nach die RECHTSICHERHEIT, die Gewissheit, dass ich, egal ob arm oder reich, die Möglichkeit habe zu meinem Recht zu kommen, oder zumindest vor den Augen des Gesetzes gleichwertig betrachtet werde.
Oder sollten zukünftig z.B. Polizisten nur noch nach Erfolgsquoten bezahlt werden?
Dann können wir in unseren SÄÄBEN in der Mittelkonsole schon mal ein Bakschischfach einbauen, für die seltsamen „Gebühren“, die wir dann hie und da mal am Wegesrand bezahlen müssen. Das hört sich jetzt vielleicht albern an, ist aber in vielen Ländern dieser Erde traurige Realität.


Wenn wir das nicht wollen, dann sollten unsere Beamten weiterhin gut bezahlen und uns der Aufgaben erfreuen, die sie für uns erledigen.


P.S.: Nur Menschen in gesicherten finanziellen Verhältnissen kaufen Autos, bauen Häuser, usw..


So, meine 2 Pfennige.
 
Es ist meiner Ansicht nach FALSCH, alle Bereiche unserer Gesellschaft aus dem (scheinbar doch recht engen) Blickwinkel des Kaufmannes zu betrachten.

...dem kann ich uneingeschränkt zustimmen...

Es ist NICHT RICHTIG, dass alles und jeder einfach nur dem wirtschaftlichen Wettbewerb ausgesetzt werden muss und alles wird dadurch gut. Ein Staatssystem braucht unabhängige Instanzen um überhaupt funktionieren zu können. Wir brauchen Beamten, die dem Staat verpflichtet sind, die gut bezahlt und abgesichert sind, damit sie öffentliche Aufgaben unvoreingenommen und rechtsstaatlich wahrnehmen können. Von diesen öffentlichen Aufgaben profitieren wir alle. Ich brauche hier nicht unsere Schulen, Schwimmbäder, Krankenhäuser, Friedhöfe, Strassen, Kläranlagen, Strassenbahnen, usw. erwähnen. Das sollte wohl jedem klar sein. Aber was noch schwerer wiegt ist meiner Ansicht nach die RECHTSICHERHEIT, die Gewissheit, dass ich, egal ob arm oder reich, die Möglichkeit habe zu meinem Recht zu kommen, oder zumindest vor den Augen des Gesetzes gleichwertig betrachtet werde.

...sicher brauchen wir beamte, die dem staat verpflichtet sind. nur erschliesst sich mir nicht, warum z.b. schwimmbäder, friedhöfe, kläranlagen und der öffentliche nahverkehr mit beamten auszustatten ist. dazu noch in einer zahl, die nicht nachvollziehbar ist... und eine rechtssicherheit werde ich mit dem einsatz von beamten auch nicht positiv beeinflussen können... das ist meiner meinung nach einfach nur wunschdenken...


Oder sollten zukünftig z.B. Polizisten nur noch nach Erfolgsquoten bezahlt werden?
Dann können wir in unseren SÄÄBEN in der Mittelkonsole schon mal ein Bakschischfach einbauen, für die seltsamen „Gebühren“, die wir dann hie und da mal am Wegesrand bezahlen müssen. Das hört sich jetzt vielleicht albern an, ist aber in vielen Ländern dieser Erde traurige Realität.

ich glaube, über den sinn und zweck von verbeamteten polizisten müssen wir uns hier nicht unterhalten - denke, das ist allen soweit klar. aber das hier vorherrschende system mit dem "vieler länder dieser erde" zu vergleichen ist doch schon wieder dicht an der "polemik-grenze"...


Wenn wir das nicht wollen, dann sollten unsere Beamten weiterhin gut bezahlen und uns der Aufgaben erfreuen, die sie für uns erledigen.

...du bist gut. mein job bringt es mit sich, dass ich regelmässig mit behörden zu tun habe, in denen hauptsächlich "unsere beamten" arbeiten. oder besser arbeiten sollen. ich bin wirklich niemand, der pauschal alle über einen kamm schert - aber das, was beamte dieser institutionen mir in meiner tätigkeit zumuten, hat mit arbeit NICHTS zu tun. warum? ich nenne einfach mal nur die hauptgründe. es ist haarsträubend, welch geballte inkompetenz dort zu finden ist. diese wird dann auch noch vehement verteidigt - es werden, um das gesicht nicht zu verlieren, wissentlich falschinformationen kommuniziert. es werden - entgegen dem eigentlichen aufgabengebiet der beamten - KEINE entscheidungen getroffen - niemand will seinen kopf für eine entscheidung, die zu treffen er gem. arbeitsvertrag verpflichtet ist!, hinhalten. und nein - der illusion, dass das ja nur die berühmten einzelfälle sind, bin ich seit langem beraubt. ES IST DIE REGEL und ich muss gestehen, es nervt mich derart an, im endeffekt auch noch die arbeit für die ach so tollen beamten machen zu müssen, wissend, das wenn was schief dabei geht, ich von deren zunft auch noch richtig was auf den sacke bekomme, nur, weil ich eben eine entscheidung treffen musste, die ein inkompetenter beamter hätte treffen MÜSSEN, dies aber nicht getan hat, um seinen warmen sessel nicht zu gefährden...wir haben zuviele beamte an den falschen stellen sitzen und blasen denen auch noch diverse vergünstigungen in den allerwertesten... sorry - ich hör lieber aucf, bevor ich mich noch in rage schreibe... aber DAS ist nunmal die realität - nicht der hehre gedanke an den treuen staatsbediensteten - den gibts nicht mehr...
 
...dem kann ich uneingeschränkt zustimmen...
Na immerhin.:rolleyes:
...sicher brauchen wir beamte, die dem staat verpflichtet sind. nur erschliesst sich mir nicht, warum z.b. schwimmbäder, friedhöfe, kläranlagen und der öffentliche nahverkehr mit beamten auszustatten ist. dazu noch in einer zahl, die nicht nachvollziehbar ist... und eine rechtssicherheit werde ich mit dem einsatz von beamten auch nicht positiv beeinflussen können... das ist meiner meinung nach einfach nur wunschdenken...
ich glaube, über den sinn und zweck von verbeamteten polizisten müssen wir uns hier nicht unterhalten - denke, das ist allen soweit klar. aber das hier vorherrschende system mit dem "vieler länder dieser erde" zu vergleichen ist doch schon wieder dicht an der "polemik-grenze"...
Die Polemik liegt für mich in Aussagen wie "Beamten führen ein risikoloses und parasitäres Berufsleben". Das ist nicht nur falsch sondern zudem noch verunglimpfend.
Staatliche Aufgaben müssen in staatlicher Hand bleiben, damit alle davon profitieren können. Soviel zu den Schwimmbädern und Friedhöfen usw. Oder hat das "teilprivatisieren" von öffentlichen Einrichtungen, ich erwähne hier nur das Stichwort "Cross-Border-Leasing", in irgendeiner Form dazu beigetragen, dass es der Solidargemeinschaft besser geht? Sind die Abwassergebühren durch Teilprivatisierung von Kläranlagen gesunken? Oder die Müllgebühren durch private Entsorungsbetriebe? Mir ist nichts dergleichen bekannt.
Natürlich muss nicht jeder Briefzusteller verbeamtet sein, aber ist es besser, wenn die Leute für einen Hungerlohn als Leiharbeiter bei PIN beschäftigt werden und bei der geringsten, sich bietenden Gelegenheit auf die Strasse gesetzt werden?
Wer nicht erkennt, dass solche neoliberalen Handlungsweisen unsere Gesellschaft aushöhlen und destabilisieren, der hat den Schuss nicht gehört.

Und natürlich muss man den Vergleich mit anderen Ländern suchen. Denn es ist bei weitem nicht gottgegeben, dass wir uns über den Sinn und Zweck von verbeamteten Polizisten NICHT unterhalten müssen. Als ob sich das niemals ändern könnte, bzw. in der Geschicht nicht auch schon anders gewesen wäre.
Unsere Demokratie ist einen Pfifferling wert ohne ein funktionierendes Staatswesen. [/quote]

...du bist gut. mein job bringt es mit sich, dass ich regelmässig mit behörden zu tun habe, in denen hauptsächlich "unsere beamten" arbeiten. oder besser arbeiten sollen. ich bin wirklich niemand, der pauschal alle über einen kamm schert - aber das, was beamte dieser institutionen mir in meiner tätigkeit zumuten, hat mit arbeit NICHTS zu tun. warum? ich nenne einfach mal nur die hauptgründe. es ist haarsträubend, welch geballte inkompetenz dort zu finden ist. diese wird dann auch noch vehement verteidigt - es werden, um das gesicht nicht zu verlieren, wissentlich falschinformationen kommuniziert. es werden - entgegen dem eigentlichen aufgabengebiet der beamten - KEINE entscheidungen getroffen - niemand will seinen kopf für eine entscheidung, die zu treffen er gem. arbeitsvertrag verpflichtet ist!, hinhalten. und nein - der illusion, dass das ja nur die berühmten einzelfälle sind, bin ich seit langem beraubt. ES IST DIE REGEL und ich muss gestehen, es nervt mich derart an, im endeffekt auch noch die arbeit für die ach so tollen beamten machen zu müssen, wissend, das wenn was schief dabei geht, ich von deren zunft auch noch richtig was auf den sacke bekomme, nur, weil ich eben eine entscheidung treffen musste, die ein inkompetenter beamter hätte treffen MÜSSEN, dies aber nicht getan hat, um seinen warmen sessel nicht zu gefährden...wir haben zuviele beamte an den falschen stellen sitzen und blasen denen auch noch diverse vergünstigungen in den allerwertesten... sorry - ich hör lieber aucf, bevor ich mich noch in rage schreibe... aber DAS ist nunmal die realität - nicht der hehre gedanke an den treuen staatsbediensteten - den gibts nicht mehr...

Das was Du aus deinem Berufsalltag berichtest trifft halt leider Gottes auch auf (alle) andere(n) Bereiche des Geschäftslebens zu.
 
Klar müssen Polizisten verbeamtet sein. Ebenso Feuerwehrleute. Beide halten im Ernstfall ihren Kopf hin. Aber jeder besch..... Sesselp...er in den öffentlichen verwaltungen, jeder Lehrer und wer auch immer MUSS kündbar sein. Denn WAS in aller Welt sollte ihn sonst dazu zwingen, einen guten Job zu machen?

Und mit welchem Recht soll solch ein Typ quasi West-Gehalt zu Ost-Bedingungen bekommen ?!?!?!
Nix da! Der Elektriker-Geselle beim Kleinunternehmen nebenan steht, sofern die Auftragslage nicht stimmt, auch immer mit einem Bein auf der Straße. Und der kann das noch nichteinmal sicher durch klasse Arbeit verhindern. Und um seine Rente muß der sich auch selber kümmern - während die Verwaltungen immer fetter werden und es sich von seinen (und meinen) Steuern gut gehen lassen.
 
Staatliche Aufgaben müssen in staatlicher Hand bleiben, damit alle davon profitieren können. Soviel zu den Schwimmbädern und Friedhöfen usw. Oder hat das "teilprivatisieren" von öffentlichen Einrichtungen, ich erwähne hier nur das Stichwort "Cross-Border-Leasing", in irgendeiner Form dazu beigetragen, dass es der Solidargemeinschaft besser geht? Sind die Abwassergebühren durch Teilprivatisierung von Kläranlagen gesunken? Oder die Müllgebühren durch private Entsorungsbetriebe? Mir ist nichts dergleichen bekannt.

...und noch immer erschliesst sich mir nicht, warum das betreiben eines schwimmbades von staatlicher hand erfolgen soll...:confused: und bitte nicht alles durcheinanderwürfeln - wenn ich bestimmte bereiche aus der staatlichen hand an private gebe, dann kann ich als staat noch immer die kontrolle darüber behalten, dass es z.b. zu keiner monopolbildung kommt - stichwort abfallentsorgung - das hat nichts damit zu tun, dass die nun zum grossen teil von privaten firmen erledigt wird. kleine anekdote zu den abwassergebühren - in der sturm- und drangzeit nach der wende wurden ja kläranlagen zuhauf konzipiert, geplant, gebaut... da man ja von den blühenden landschaften ausging hat man sich einfach mal mächtig vertan bei der bedarfsermittlung für anfallendes abwasser... 90% der neu geplanten kläranlagen sind hoffnungslos überdimensioniert, somit nicht ausgelastet, was zur folge hat, dass der wartungsaufwand immens über dem geplanten liegt. teilweise werden die mit frischwasser gespült, um nicht zu verschlammen!! ökologisch sehr wertvoll das...das muss nat. bezahlt werden. soll ich dir sagen, wer diese fehlplanungen in b/brandenburg verbochen hat...??? genau - BEAMTE!!!!

Natürlich muss nicht jeder Briefzusteller verbeamtet sein,

...gut so...

aber ist es besser, wenn die Leute für einen Hungerlohn als Leiharbeiter bei PIN beschäftigt werden und bei der geringsten, sich bietenden Gelegenheit auf die Strasse gesetzt werden?
Wer nicht erkennt, dass solche neoliberalen Handlungsweisen unsere Gesellschaft aushöhlen und destabilisieren, der hat den Schuss nicht gehört.

...das hat doch mit einer "beamtenproblematik" gar nichts zu tun...

Und natürlich muss man den Vergleich mit anderen Ländern suchen. Denn es ist bei weitem nicht gottgegeben, dass wir uns über den Sinn und Zweck von verbeamteten Polizisten NICHT unterhalten müssen. Als ob sich das niemals ändern könnte, bzw. in der Geschicht nicht auch schon anders gewesen wäre.
Unsere Demokratie ist einen Pfifferling wert ohne ein funktionierendes Staatswesen.

...dann aber bitte vergleichbare länder untereinander vergleichen...


Das was Du aus deinem Berufsalltag berichtest trifft halt leider Gottes auch auf (alle) andere(n) Bereiche des Geschäftslebens zu.

...eben nicht - wenn hier in der firma jemand 100keuro in den sand setzt, dann tut er das genau einmal!!! der herr beamte bekommt nen rüffel, wird in ein anderes dezernat versetzt und im schlimmsten falle verursacht er da wieder einen schaden - die allgemeinheit zahlt!!!!!!

wenn schon beamtentum, dann LEISTUNGS- und ERGEBNISORIENTIERT!!!
 
Also in den USA sind nicht mal Polizisten Beamte. Heißt zwar "officer", ist aber eigentlich ein Angestellter, der gefeuert werden kann. Gut, die US-amerikanische Polizei ist vielleicht nicht die beste (wobei die Wahrnehmung durch unsere linke Presse und den nicht gerade genialen Cop-Serien vernebelt wird), aber grundsätzlich kann sogar das funktionieren.

Wobei die hiesigen Polizeibeamten im mittleren Dienst so mies bezahlt werden, daß man sich nicht wundern müßte, wenn der eine oder andere sich eine "Nebentätigkeit" sucht.
 
Also in den USA sind nicht mal Polizisten Beamte. Heißt zwar "officer", ist aber eigentlich ein Angestellter, der gefeuert werden kann. Gut, die US-amerikanische Polizei ist vielleicht nicht die beste (wobei die Wahrnehmung durch unsere linke Presse und den nicht gerade genialen Cop-Serien vernebelt wird), aber grundsätzlich kann sogar das funktionieren.

Wobei die hiesigen Polizeibeamten im mittleren Dienst so mies bezahlt werden, daß man sich nicht wundern müßte, wenn der eine oder andere sich eine "Nebentätigkeit" sucht.

Da bringst du ja ein schönes Beispiel.
In den USA funktioniert die Polizeiarbeit so gut, dass die Bewohner von besser gestellten Vierteln eine private "Neighbourhood Watch" organisieren und BEZAHLEN müssen. Oder sie ziehen sich in ihre ummauerten, mit Stacheldraht bewehrten "gated communities" zurück.

Na wenn es das ist, was wir wollen...
 
...und noch immer erschliesst sich mir nicht, warum das betreiben eines schwimmbades von staatlicher hand erfolgen soll...:confused:
Dann erklär Du mir, warum ein privates, gewinnorientiert wirtschaftendes Unternehmen billiger sein soll, als eine kostendeckend arbeitende Behörde.
Da ist gar nix durcheinander gewürfelt. Der Segen, den uns die Privatisierungswelle gebracht hat ist meiner Ansicht nach in einem sehr übersichtlichen Rahmen...
Dein Beispiel vom Aufbau Ost führt meiner Meinung nach in eine andere Richtung und sollte an anderer Stelle diskutiert werden.

...das hat doch mit einer "beamtenproblematik" gar nichts zu tun...
Doch, hat es sehr wohl. Wie ich bereits erwähnt habe, ein Mensch in sicheren wirtschaftlichen Verhältnissen kauft Autos, baut Häuser, konsumiert und hält unsere Wirtschaft in Gang.

Ein PIN-Sklave trägt sein schmales Salär zu den einschlägigen Discountern, stärkt deren Arbeitsmarktpolitik und mehrt das Vermögen der Betreiber. Wenn er dann an die Luft gesetzt wird kostet er der Solidargemeinschaft Geld.
Was ist besser?

...dann aber bitte vergleichbare länder untereinander vergleichen...
Ist der USA-Vergleich genehm?

...eben nicht - wenn hier in der firma jemand 100keuro in den sand setzt, dann tut er das genau einmal!!! der herr beamte bekommt nen rüffel, wird in ein anderes dezernat versetzt und im schlimmsten falle verursacht er da wieder einen schaden - die allgemeinheit zahlt!!!!!!
Wie bitte? Wer bezahlt denn den Schaden, den ein Jo Ackermann oder ein Jürgen Schneider der Volkswirtschaft zufügen?
 
Wer nicht erkennt, dass solche neoliberalen Handlungsweisen unsere Gesellschaft aushöhlen und destabilisieren, der hat den Schuss nicht gehört.

Obacht mit Neoliberalismus, denn die Auffassung dieses Begriffs scheint sich im Laufe der Jahre geändert zu haben. Neoliberalismus heißt NICHT, dass der Staat nichts mehr machen soll...

Außerdem sehe ich auch keinerlei Nutzen die Mitarbeiter eines Schwimmbades oder Friedhofes zu verbeamten... Eine gewissenhafte Aufgabe muss ja nicht zwingend den Beamtenstatus mit sich bringen (z.B. Krankenhausmitarbeiter)...
 
Obacht mit Neoliberalismus, denn die Auffassung dieses Begriffs scheint sich im Laufe der Jahre geändert zu haben. Neoliberalismus heißt NICHT, dass der Staat nichts mehr machen soll...
Hm, danke für den Hinweis.
Außerdem sehe ich auch keinerlei Nutzen die Mitarbeiter eines Schwimmbades oder Friedhofes zu verbeamten... Eine gewissenhafte Aufgabe muss ja nicht zwingend den Beamtenstatus mit sich bringen (z.B. Krankenhausmitarbeiter)...
Davon war ja auch nie die Rede.
 
Doch, hat es sehr wohl. Wie ich bereits erwähnt habe, ein Mensch in sicheren wirtschaftlichen Verhältnissen kauft Autos, baut Häuser, konsumiert und hält unsere Wirtschaft in Gang.

Man kann seine wirtschaftliche Verhältnisse sehr wohl auch so absichern, ohne verbeamtet zu sein. Und zwar in dem man *achtung* kontinuierlich Leistung bringt !

Übrigens muß ja auch jemand die Autos fertigen und Häuser bauen ...

... aber Deiner Logik nach sollten wir doch dringend die Autofirmen verstaatlichen und die Angestellten verbeamten, damit da auch keiner den Bremsschlauch verkehrt einbaut (*huch* verantwortungsvolle Tätigkeit) und in sicheren Verhältnissen hübsch konsumiert. Häuserbauer als nächstes und schlußendlich den Rest der privaten Wirtschaft auch noch.

=> Dieses Experiment hatten wir erst auf deutschem Boden. Ging vor ca. 20 Jahre PLEITE. Die DDR war nicht moralisch oder politisch fertig (zumindest noch nicht ganz); das Ende kam, weil sie absolut kompletter abgewirtschaftet hatte.

Ein PIN-Sklave trägt sein schmales Salär (...)

Es gibt in der privaten Wirtschaft nicht nur PIN-Sklaven :mad: ganz im Gegenteil :rolleyes:

Wer bezahlt denn den Schaden, den ein Jo Ackermann oder ein Jürgen Schneider der Volkswirtschaft zufügen?

Neben dem "Schaden", den Herr Ackermann produziert, sollte man doch auch mal seine Leistung für das Gemeinwesen anerkennen: Immerhin führt der recht erfolgreich einen Konzern mit mehr als 26.000 Mitarbeitern in Deutschland, die allesamt Steuern zahlen (selbst wenn der Konzern selbst keine Steuern zahlen würde) und damit für einen ganzen Haufen Sesselp***ser aufkommen.

Übrigens: Private Sicherheitsfirmen boomen, so doll kann's mit der hiesigen Polizei auch nicht sein. Die liegt wahrscheinlich hinterm Busch und blitzt rot (natürlich nur an "Unfall-" äääh "Geldschwerpunkten") ...
 
@Turboflar:
Ich stimme dir in den meisten Punkten zu,
aber dennoch sehe ich unser Beamtentum schlicht und einfach ergraut und veraltet.
Wie ist denn das mit unseren Bildungseinrichtungen? Schulen, Lehrer in ihrer heutigen Form sind in einem modernen Deutschland schlichtweg fehl am Platze. Die sind sich sicher ob ihres Gehaltes und machen dann einfach nichts mehr, was den Gesamtkonzept dienlich wäre.
Mir ist auch klar, dass eine Änderung radikaler Weise ebenso "falsch" ist und die Wanderung auf dem "richtigen" Pfad eine sehr wackelige Angelegenheit ist.
Ferner, deswegen habe ich es auch in "" gesetzt, finde ich solche Begriffe wie falsch und richtig in einer Diskussion über ein komplexes System, wie ein Staat und seine Mechanismen, nicht hinreichend.
Wenn eine Gesellschaft sich wirklich weiterentwickeln will, dann sollte sie solche extremen Denkweisen ausschließen und sich darauf berufen, dass der Weg das Ziel ist. Denn eine ideale Lösung für den perfekten Staat gibt es nicht. Aber danach zu streben sollte unser Anliegen sein.

Ich bin nun etwas abgeschweift, das mit dem Falsch und Richtig ist nicht gegen dich gerichtet, denn du hast ja gesagt, dass es "falsch ist, alles aus der Sicht des Kaufmannes zu sehen". War eher allgemein gesprochen.

Ismen sind auf jeden Fall kein passender Weg.
 
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