aus "Roter Schwan" wird "Signor Rossi".

Das nächste Großereignis war dann das Saab-Museumsfestival in Trollhätten. Wir fuhren schon früher in den Norden und machten zunächst an der Küste südwestlich von Trollhätten Urlaub. Beim Signor Rossi gab es überhaupt keine Schwierigkeiten, alles lief wunderbar. Ein tolles Treffen, welches durch das Jubiläumsjahr besonders intensiv wurde. Bilder in eigenem Album gibt es unter dem Profil von Ronja 900. Nur ein Bild will ich hier mal erklären:

DSCF7582 a kl.jpg DSCF7583 a kl.jpg
Wer schon mal am Museum war, hat vielleicht schon mal versucht, ein Auto schön vor dieser Fassade zu platzieren. Auch wenn weniger Trubel dort ist, sind doch die Perspektiven vor Ort sehr schwierig. Besonders hier die Fassadenseite ist schwierig. Stellt man das Auto direkt vor die Fassade, dann ist es winzig klein, wenn man die ganze Fassade mit dem Banner fotografiert. Also muß das Auto ein Stück vor die Fassade. Aber da ist ein Absatz. Bei mir steht das Auto auch unterhalb auf dem kleinen Parkplatz. Wenn man aber von dort fotografieren möchte, dann ist normalerweise das Auto zu weit unten, zwische Autodach und Fassade ist häßlicher Asphalt und Beton. Lösung: Ich lege mich vor dem Auto auf den Boden. Durch den Blick aus der Froschperspektive kommt dann Fassade und Auto schön in Einklang. Natürlich muß man das Auto oft hin- und herfahren, bis alles paßt. Einiges wird extra vom Auto verdeckt. Und auf dem Boden muß man auch etwas herumrobben, sonst gelingt es nicht. Ich wollte unbedingt mal so ein Foto machen und es dann zum Kalendervoting einreichen. Und es hat Mühe gemacht. Aber eines habe ich dann nicht berücksichtigt: Unter dem Auto braucht es noch Platz für das Kalendarium. Der Platz ist hier eigentlich nicht vorhanden. Vielleicht kann man da noch was tricksen, das müßte ich mal mit turboforever besprechen, denn Fotos manipulieren kann ich nicht wirklich und vermeide das auch so weit es irgendwie geht.
Im entsprechenden Album seht Ihr weitere Fotos, eines hat es dann in den von turboforever zusammengestellten Kalender geschafft, das Voting war mir auch damit nicht hold.
 
Und weiter ging es bei der Intsaab 2022 in Luxemburg. Da fuhren wir aber mit unserer Ronja, also dem 900i16V. Da war das Fahrverhalten schon kritischer, sicherlich wird es auch bald dazu ein Fotoalbum geben, aber ansonsten berichten wir hier ja über den Signor Rossi. Und bei dem drohte nun der TÜV. Und damit die Frage, wer was wie intensiv repariert, wollen wir den Wagen langfristig erhalten, die Frage nach dem Oldtimerstatus hängt dann auch für 2023 schon mit im Hinterkopf. Aber da ich hier ja stark zeitverzögert schreibe, wissen ja viele Menschen sowieso schon, daß es gemeinsam weiter ging...
 
Und weiter ging es bei der Intsaab 2022 in Luxemburg. Da fuhren wir aber mit unserer Ronja, also dem 900i16V. Da war das Fahrverhalten schon kritischer, sicherlich wird es auch bald dazu ein Fotoalbum geben, aber ansonsten berichten wir hier ja über den Signor Rossi. Und bei dem drohte nun der TÜV. Und damit die Frage, wer was wie intensiv repariert, wollen wir den Wagen langfristig erhalten, die Frage nach dem Oldtimerstatus hängt dann auch für 2023 schon mit im Hinterkopf. Aber da ich hier ja stark zeitverzögert schreibe, wissen ja viele Menschen sowieso schon, daß es gemeinsam weiter ging...

Was für Probleme sollte es beim 9000 geben?
Der Wagen hat eine geringe Laufleistung , ist gepflegt und die üblichen Kleinigkeiten arbeitet man eben ab.

Und was ist am Fahrverhalten dieses 900 kritisch?
In ordentlichem Zustand ist der 900 zwar keine 9000-Sänfte, dafür fährt er ungleich direkter.
 
Was für Probleme sollte es beim 9000 geben?
Der Wagen hat eine geringe Laufleistung , ist gepflegt und die üblichen Kleinigkeiten arbeitet man eben ab.

Und was ist am Fahrverhalten dieses 900 kritisch?
In ordentlichem Zustand ist der 900 zwar keine 9000-Sänfte, dafür fährt er ungleich direkter.
Der 900er taugt mit dem langen Überhang hinten nur bedingt als Zugfahrzeug, erst recht wenn da so ein großer Wowa dranhängt. Dann fährt eher der Wowa mit dem 900er als der 900er mit dem Wowa...
 
Der 900er taugt mit dem langen Überhang hinten nur bedingt als Zugfahrzeug, erst recht wenn da so ein großer Wowa dranhängt. Dann fährt eher der Wowa mit dem 900er als der 900er mit dem Wowa...

Genau so fühlte es sich nach Luxemburg an. Aber für die recht kurze Reise war es auch wieder ok. Aber bis Schweden hätte ich das nicht gebraucht.
 
Was für Probleme sollte es beim 9000 geben?
Der Wagen hat eine geringe Laufleistung , ist gepflegt und die üblichen Kleinigkeiten arbeitet man eben ab.

Und was ist am Fahrverhalten dieses 900 kritisch?
In ordentlichem Zustand ist der 900 zwar keine 9000-Sänfte, dafür fährt er ungleich direkter.

Nun ja, das ist eben auch immer eine finanzielle Frage. In den hinteren Radläufen lauerte der Rost und an den Endspitzen. Die Hinterachse ist auch noch original. Also auch rostig, Stoßdämpfer sind noch dicht, sehen aber auch erneuerungsbedürftig aus. Für den TÜV sollten sie noch gehen. Bremsabschirmbleche sind ganz schön porös, die muß man schon gezielt suchen gehen. Wenn das dann alles in der Werkstatt in Auftrag gegeben wird, dann wird der Wagen immer wertvoller. Aber das gehört irgendwie zum Hobby dazu, besonders dann, wenn man eben diese Dinge nicht selber macht. Ärgerlich dabei ist aber auch, daß kaum ein Saab die Marktpreise erreicht, die den Reparaturkosten gerecht werden. Und wenn man all das zusammen nimmt, dann muß man sich das gut überlegen, wer/was/wie intensiv repariert.

Zum 900er: Ohne Hänger ist der natürlich direkter im Fahrverhalten, aber das relativ geringe Gewicht, der kurze Radstand und der Überhang hinten in Kombination mit der ziemlich ausgeschöpften Anhängelast... da wird es irgendwann schwammig. Und ganz neu sind bei unserer Ronja die einzelnen Technikkomponenten auch nicht mehr.
 
Also, wie ging es weiter? Int Saab Luxemburg 2022 mit Ronja, Fotos gibt es in separatem Album. Dann noch eine "normale" Urlaubsreise mit dem V90 (von 1997) nach Kroatien - Dalmatien. Und dann um den Signor Rossi kümmern, da war doch was mit TÜV-Termin. Und wir hatten entschieden, der Rossi bleibt und wird weiter verbessert. Also Schweißarbeiten Federaufnahmen hintere Radhäuser, Endspitze hinten links, die noch recht jungen Scheinwerfer mit gebrauchten Stellmotoren ausstatten lassen und dann war die Plakette drauf, aber das Konto erleichtert. Witzig war, daß auf der Fahrt zur Werkstatt einfach das rechte Außenspiegelglas abgefallen war. Ich hatte es noch vibrieren sehen und bevor ich einen Autobahnparkplatz gefunden hatte, war es schon verloren gegangen. Hier ein paar Werkstattbilder, fachlich kann ich das gar nicht beurteilen.
 

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Seit Sommer 2022 sind neue Michelin Ganzjahresreifen montiert, also war der Winter durchgehend befahrbar. Und das neue Jahr 2023 startete mit dem nächsten "Upgrade". Die starre Anhängerkupplung konnte gegen eine abnehmbare Variante getauscht werden. Damit sieht das Heck doch gleich viel schöner aus. Für das Kelendervoting Ende 2023 habe ich bei einem 2022er Foto den Haken wegretuschiert. Wenn das Bild tatsächlich in der 2024er Kalender käme, dann würde das Auto so aussehen wie jetzt. Also fand ich die kleine Mogelei akzeptabel.

Aber zunächst ging es dann zum Saab-cars.de-Jubiläumstreffen nach Espelkamp. Weil das schon eine etwas weitere Strecke über stark befahrene Autobahnen war und weil wir bei An- und Abreise keine großzügigen Zeitfenster hatten, fiel die Wahl zum Wohnwagenziehen wieder auf den 9000. Und dazu gibt es wieder ein separates Album in unserem Profil....DSCF8392kl.jpg
 
Der Stammtisch Köln/Bonn wollte dann auf den Classic Days Düsseldorf einen Clubparkplatz ermöglichen. Und es gab sogar Platz für unsere beiden Saabs. Also mit viel Vorfreude angemeldet und der Clubbereich war für den Sonntag angedacht. Um die Veranstaltung aber intensiver zu erleben, waren wir schon Samstag als normale Besucher vor Ort. Da war das Wetter schon schwierig, aber zumindest konnten wir erleben, was die Veranstaltung an dem neuen Standort (früher Schloß Dyck) bieten kann. Sonntag konnten wir uns dann gemeinsam noch froh gemut treffen, aber die Wettervorhersage behielt recht und es gab sehr große Regenmengen, so daß das Clubareal gar nicht von allen angemeldeten Clubs belegt wurde und die ganze Veranstaltung am Sonntag abgebrochen wurde. Schade. Aber die Idee und der Gemeinschaftsgeist war gut, Sandra und ich hoffen auf eine Neuauflage in 2024. Und wieder gibt es ein Album mit Photos.

DSCF8730 kl a.jpg
 
... Hier ein paar Werkstattbilder, fachlich kann ich das gar nicht beurteilen.

Sieht gut aus. Die Jungs haben sich Mühe gegeben und anhand der Bilder würde ich das als sehr ordentliche Arbeit bewerten.

Schön wie ihr den 9000 erhaltet und verbessert! :top:
 
Ja schön, dass so in das Auto investiert wird!
Für die langfristige Haltbarkeit der Karosseriearbeiten dürfte auch entscheidend sein, ob und wie das von innen konserviert wurde...
 
Ja, das stimmt. Falls nicht geschehen sollte man die Hohlräume insb. da wo neue Bleche rein kamen noch mit Hohlraumschutz konservieren.
 
....
Wer schon mal am Museum war, hat vielleicht schon mal versucht, ein Auto schön vor dieser Fassade zu platzieren. Auch wenn weniger Trubel dort ist, sind doch die Perspektiven vor Ort sehr schwierig. Besonders hier die Fassadenseite ist schwierig. Stellt man das Auto direkt vor die Fassade, dann ist es winzig klein, wenn man die ganze Fassade mit dem Banner fotografiert. Also muß das Auto ein Stück vor die Fassade. Aber da ist ein Absatz. Bei mir steht das Auto auch unterhalb auf dem kleinen Parkplatz. Wenn man aber von dort fotografieren möchte, dann ist normalerweise das Auto zu weit unten, zwische Autodach und Fassade ist häßlicher Asphalt und Beton. Lösung: Ich lege mich vor dem Auto auf den Boden. Durch den Blick aus der Froschperspektive kommt dann Fassade und Auto schön in Einklang. Natürlich muß man das Auto oft hin- und herfahren, bis alles paßt. Einiges wird extra vom Auto verdeckt. Und auf dem Boden muß man auch etwas herumrobben, sonst gelingt es nicht. Ich wollte unbedingt mal so ein Foto machen und es dann zum Kalendervoting einreichen. Und es hat Mühe gemacht. Aber eines habe ich dann nicht berücksichtigt: Unter dem Auto braucht es noch Platz für das Kalendarium. Der Platz ist hier eigentlich nicht vorhanden. Vielleicht kann man da noch was tricksen, das müßte ich mal mit turboforever besprechen, denn Fotos manipulieren kann ich nicht wirklich und vermeide das auch so weit es irgendwie geht.
Im entsprechenden Album seht Ihr weitere Fotos, eines hat es dann in den von turboforever zusammengestellten Kalender geschafft, das Voting war mir auch damit nicht hold.

Ergänzung: Bei all den Erklärungen habe ich vergessen, voraus zu stellen, daß es ein Foto im Querformat werden sollte. Das macht das an dieser Stelle schwieriger. Aber Hochformat ist eben ungünstig, wenn man an einem festen Bildschirm guckt und bei Saab-Bildern generell, weil das paßt nicht in den Kalender.

In dem Zusammenhang: Handyfotografen verwenden im Alltag offenbar gerne Hochformat. Und dann kommt ein Objekt, was breiter als hoch ist, ein Auto beispielsweise, im Hochformat aufgenommen in eine online-Anzeige. Das gucke ich am festen Bildschirm und das Auto ist dann dank Hochformat - und dann noch bei dem gestreckten Seitenverhältnissen der Handys - winzig klein zu sehen. Ist dann schon kurios, aber schön, wenn ganz viel Himmel über dem Auto und ganz viel Asphalt vor/unter dem Auto zu sehen ist. Also, alte Regel: Das Hauptobjekt möglichst formatfüllend abbilden. Nur bei Saab-Fotos auf den Streifen für das Kalendarium achten, was ich vergessen hatte. asdf
 
Das H-Gutachten:
Vom Datum der Erstzulassung hätten wir bei den Classic Days locker schon mit "H" dabei sein können. Aber leider machte sich dieses Jahr die ABS-Leuchte bemerkbar. Erst nur beim engen Rangieren, dann mal bei Regenwetter, dann immer öfter bis zum Dauerleuchten. Wegen dieser Historie dachte ich an einen Radsensor, besonders vorn, weil dort ja auch die Lenkbewegung beim Rangieren statt findet. Irgendwann aber war die Lampe wieder mal zwei Tage nacheinander aus, da habe ich schnell einen Termin beim Gutachter für die entsprechende historische Begutachtung gemacht. Wie der dann Sabb 9000 hörte, war er skeptisch voreingenommen. Er erwartete vermutlich einen gerade noch fahrtauglichen Fastverbrauchtwagen auf Privilegiensuche. Nun ja, die Fotos hier zeigen ja ein besseres Bild, aber unser Rossi ist auch nicht perfekt. Auf den Fotos sieht man manche Parkplatzdelle nicht, die freundliche Nachbarn beim Türöffnen hinterlassen. Auch die rostige Hinterachse ging bis jetzt technisch noch ok, aber bei strengerem Blick auf den Gesamtzustand, der nun mal auch für das "H" stimmen soll...

Daher verabredeten wir, daß er erst mal generell ohne großen Aufwand schaut, ob er denn das "H" attestieren würde und bei entsprechenden offensichtlichen optischen Mängeln dafür nichts berechnen würde. Als der Tag kam, war morgens die ABS-Leuchte wieder an, obwohl ich das Auto extra ein paar Tage nicht benutzt hatte, damit der Fehler bis zum Gutachten nicht wieder auftaucht. Dann hatte ich noch versucht, am Arbeitsplatz für einige Stunden die Batterie abzuklemmen, damit der Fehler vergessen würde und dann hoffentlich ohne neue Fehlermeldung nach Feierabend zum Termin zu fahren, aber das klappte nicht. Offenbar ist der 9000 für so einen faulen Trick schon zu modern.

Nun gut, der Herr Gutachter schaut und merkt mir und meinen ausführlichen Saab- und Oldtimererzählungen an, daß er wohl doch jemanden vor sich hat, der es gut mit alten Autos meint und daß wir hier tatsächlich mobiles Kulturgut erhalten wollen. Nur die ABS-Lampe, die kann er nun gar nicht ignorieren. Er macht dann eine komplette Prüfung, technisch wie historisch, wie es sich gehört und schreibt alles nur ins "Unreine", damit ich bis zur Wiedervorführung nicht nur die kurze kostenfreie Zeitspanne habe. Neben der ABS-Lampe war dann noch die Handbremse zu ungleichmäßig. Die rostige Hinterachse fand er auch nicht schön, aber technisch noch vertretbar. Der letzte TÜV war ja auch gerade erst ein gutes halbes Jahr alt, der war nach den Rostreparaturen durchgeführt (siehe oben). Ein paar weitere beginnende Roststellen am Unterboden hat er entdeckt, konnte aber damit leben und auf diese hatte mich ja auch schon die Werkstatt im letzten Dezember drauf aufmerksam gemacht. Er versprach dann, in einigen Wochen dann nur nach der Bremswirkung zu schauen, der Rest wäre intern gespeichert, es hätte also keine Eile. Ganz nett.

Dann brauchte ich also einen Werkstatttermin. Ich glaube, den hatte ich wegen des ABS-Problems schon sowieso verabredet (lange Vorlaufzeit). Der Versuch beim Gutachter war ja nur wegen vorübergehender Selbstheilung entstanden. Aber so war halt klar, daß auch die Handbremswirkung noch dazu kommt und für das Thema sonst nichts nötig sei. Dieses mal ging es Richtung Süden und es war ein hinterer Radsensor defekt und die Bremssättel hinten ließen sich nicht mehr einstellen, die kamen also neu. Zusätzlich noch normale Verschleißteile (Bremsbeläge, -scheiben) und Wartungsarbeiten, denn mittlerweile sind wir bei 220 Tkm angekommen, gekauft hatten wir bei knapp unter 200 Tkm. Letztes Jahr schon waren mal die Motorlager ersetzt worden, jetzt war die Abstützung oben vor der Spritzwand dran. Ein Tankspannband sah noch übel aus also auch neu. Nun ja, summa summarum... das läppert sich...

Leider sind auch die Abschirmbleche an allen 4 Bremsen ziemlich zerfressen bzw. im Verfall. Das hatte der Gutachter auch gesehen, aber nochmal ein Auge zugedrückt, denn da ist die Lieferbarkeit ja kritisch. Mittlerweile habe ich für hinten zwei aufgearbeitete Gebrauchtteile erstanden. Vielleicht schaffen wir 2024 das Projekt Hinterachse, dann kommen die mit dran.

Mit dem so wieder fitten Signor Rossi also erneut zum Gutachter. Der ist bei einem größeren Büro mit mehreren Kollegen angestellt. An dem vereinbarten Termin war er dann selbst aber gar nicht da, ein anderer Außer-Haus-Termin war wohl wichtiger, obwohl ich ja ausdrücklich mit ihm verabredet war. Es kam ein anderer gutgelaunter Kollege zu mir, der aber sehr gut informiert war. Der ins "Unreine" aufgenommen Datensatz wäre abhanden gekommen, aber das wäre nicht schlimm, man hätte ja alles geprüft und so ging es nur auf den Bremsenprüfstand und eine kurze Kontrolle von unten, ob nicht plötzlich irgendwo ein deutliches Ölleck aufgetaucht sei. Die Fahrzeugdaten mußte er neu aufnehmen und zur Sicherheit für die interne Dokumentation wollte er Fotos hinterlegen. OK, warum nicht. Die Sache hatte gklappt, das Gutachten für die Zulassungsstelle war fertig.

Dann - seit Corona nur noch mit festem Termin - zur Zulassungsstelle. Die Wartezeiten von früher sind bei uns kein Thema mehr. Ich war da jetzt schon mehrfach mit dem bestehenden System und kam immer super pünktlich an die Reihe. Speziell in unserem Kreis war zeitweise die Engschrift auf den Kennzeichen regulär nicht mehr ausgegeben worden. Dank der vermehrten Sonderkennzeichen mit dem "E" hinten, ließ sich das aber nicht aufrecht halten und für "H" und "E" wird wieder Engschrift erlaubt, da sonst die Kombinationen nicht ausreichen könnten. Daduch durfte die Zulassung auf WW-SR 693 bleiben und nur das H kam dazu. Ohne Engschrift hätte es eine kürzere Kombination mit nur einem Buchstaben oder nur zwei Zahlen gebraucht. Bei dem Thema haben die Zulassungsstellen freie Hand, denn die Anzahl der Fahrzeuge in den Zuständigkeitsbereichen ist ja bundesweit unterschiedlich, auch die Ortskennungen verbrauchen ja unterschiedlich viel Platz. WW (Westerwaldkreis) ist nunmal breiter als ein F (Frankfurt). Man könnte natürlich wegen der Schrift auch von Behördenwillkür oder ähnlichem sprechen, so was wird ja oft bei Oldtimerfreunden diskutiert. Wenn man sich aber erst mal in die interne Logik der Behörden hinein gedacht hat, ergibt es aber - bei gutem Willen des Bürgers - auch einen Sinn.

Interessant fand ich noch bezüglich der H-Zulassung und Versicherungsthematik folgendes: Wir haben schon einen Oldtimertarif, da die LVM diesen ab 25 Jahre anbietet. Jetzt habe ich den Kennzeichenwechsel gemeldet und auch den Versicherungswert nach oben angepaßt. Denn ich glaube nicht, daß wir einen gleichwertigen Ersatz in dem Zustand nach den Karossieriearbeiten noch für unseren alten Versicherungsbetrag finden würden. Trotzdem kam jetzt eine geringere Prämie. Offenbar gibt es bei der LVM also doch mit "H" nochmal eine Vergünstigung. Es macht mir aber nicht den Eindruck, als hätten wir einen kompletten Tarifwechsel, einen ganz neuen Vertrag, bekommen.

Und was kommt demnächst? Eine Lösung für den Armaturenbrettriß bahnt sich an, ein paar optische Details habe ich mir vorgenommen und die Hinterachse. Danach dann ein Wertgutachten. An Oldtimern kann man eben immer was verbessern.

Aber für heute ist jetzt hier mal alles aktuell, vielen Dank für die Aufmerksamkeit.
 
Schöner Bericht
Neue Bremsbleche gibt es beim schwedischen saab Club

das mir den Schildern versteh ich nicht, acht Stellen sind erlaubt mit normaler Schrift … hab ich auch so xx-YS 9000
 
Die LVM reduziert ab 30 Jahre den Beitragssatz von 1,4% für Youngtimer auf 0,7% für Oldtimer unabhängig davon, ob H-Kennzeichen oder nicht (wenn ich die Zahlen richtig erinnere).
 
das mir den Schildern versteh ich nicht, acht Stellen sind erlaubt mit normaler Schrift … hab ich auch so xx-YS 9000[/QUOTE]

Im WW Kreis gilt : 2 Buchstaben und 3 Zahlen oder 1Buchstabe und 4 Zahlen . Vor Jahren ging noch 2Buchstaben und 4 Zahlen.
Leider kann das jede Zulassungstelle entscheiden wie sie möchte.
 
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