Unfall im Ausland

Ich kann zumindest sagen, dass ich bisher immer gut damit gefahren bin, zu deinen örtlichen alteingesessenen Gutachter zu gehen. Der ist seit einigen Jahren "beim TÜV", heißt die machen sein Inkasko und auf seinen Berichten steht das große blaue Logo drüber. Scheint etwas zu helfen. (insb. ihm beim Inkasko gegenüber Versicherungen), zum Glück brauchte ich seine Dienste bisher nicht allzu häufig.

ohne Kaffee nicht richtig arbeiten können:lollypop::wink:
Und jetzt hoch die Tasse mit der schwarzen Brühe:cheers:
 
Oh, nix gegen Schwarzbier, aber die Forumssoftware hat keine Tasse im Schrank :confused: :biggrin:.

Aber du weißt doch, kein Bier vor vier. Ne, am liebsten frisch gebrüht. Und nicht dass der Maschine langweilig wird.
 
Ich habe immer dafür gesorgt, daß ich einen Versicherungsvertreter vor Ort hatte. Ist in jeglicher Hinsicht von Vorteil, besonders aber bei Schadensfällen.
Und auch im jetzigen Fall hatte ich meine Versicherung als Ansprechpartner.
Anhand des Unfallberichtes aus Holland wurde die gegnerische , niederländische Versicherung ermittelt. Ein Anruf von MEINER Versicherung bei der FREMDEN Versicherung ergab, daß die DEKRA-Stelle in Aachen für die weitere Abwicklung zuständig ist.
Per e-mail wurden alle möglichen Papiere und Fotos und Unfallbericht dorthin übermittelt.
Am nächsten Tag kam eine nette Antwort, daß der Antrag auf Schadensregulierung eingegangen ist...aber es eine längere Zeit benötigt, diese zu bearbeiten.
In der Zwischenzeit wurde der verunfallte Caravan aus Holland zu meinem deutschen Händler geschleppt. Das wurde durch den ADAC durchgeführt. Da macht sich die Auslandsversicherung/Goldmitgliedschaft wenigstens mal bezahlt...
Der Händler und ich waren uns sofort einig darüber, daß es keine Reparatur geben wird. Der Caravan ist bis zur Achse im Innern zerstört, von aussen ebenfalls nichts mehr zu machen. Ich habe den Wagen nun abgemeldet und harre der Dinge, die nun passieren werden. Vor 4 Wochen rechne ich nicht damit, daß sich was bewegen wird.
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Ich kenne mich beruflich, als KFZ-Meister, ebenfalls mit den Gutachten/Gutachtern, Kosten-Kalkulationen und den Programmen zur Erstellung solcher Kalkulationen, und selbstverständlich auch mit Versicherungen aus.
Der Witz ist, daß es etliche Programme gibt, die aber allesamt auf denselben Herstellerdaten beruhen. Normalerweise sollte die Kalkulation bei allen Stellen gleich ausfallen.
Ich habe es selber schon erlebt, daß ich eine Kalkulation für einen Unfallschaden gemacht habe, ein Gutachten von der DEKRA erstellt wurde...und weil es dann doch ein Vollkasko-Schaden war, schickte die Versicherung einen eigenen Gutachter.
1 Unfallschaden...3 Kalkulationen...3 unterschiedliche Ergebnisse.
Bei einem Schaden von 2800,- gab es Unterschiede zwischen den Kalkulationen von ca. 180-200,- ...also nicht die großen Summen.
Der Unterschied lag nicht in den Teilekosten oder Reparaturzeiten, sondern an der Tatsache, daß es "Verbringungskosten zur Lackiererei" gab und einmal die Heckklappe und Stoßstange im eingebauten Zustand lackiert werden sollte. Also die Zeit für A.uE. fehlte.
Da man aber über alles reden kann...und dies auch sollte...werden solche "Kleinigkeiten" diskutiert und anschliessend auch korrigiert.
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Die Zahlungs-Moral einiger Versicherungen ist vorbildlich...andere ziehen die Zahlung hin.
Da überlegt man sich als Werkstatt, ob man nebenher auch noch das Gewerbe eines Geld-Verleihers anmelden muß.
Die längste Frist, zwischen Reparatur und Zahlung durch die Versicherung, waren 9 Monate. (in meinen 40 Jahren Werkstatt. War in den 90er Jahren)
Heute sind 2 Monate noch normal.
 
Es geht weiter...nach 8 Wochen.
Zumindest tut sich was.
Heute die Meldung bekommen mit Schadensnummer, daß es bearbeitet wird.
Ich hatte mit 6 Monaten bis zur Verrechnung des Schadens kalkuliert.
2 Monate sind nun verstrichen...ich lebe in Hoffnung.
 
Bei mir geht es auch weiter.
Die ersten 4 Wochen ist gar nix passiert .

Problem daheim war auch, ich fahre und unterhalte das Auto zwar seit 3.5 Jahren, bin aber nicht Halter/Besitzer.
Kurzum, ich wollte zwingend einen Anwalt. Wurde abgelehnt.


Gegnerische Versicherung hat Gutachter geschickt. Hatten aber Glück gehabt.
Wiederbeschaffungswert/Restwert ist zufriedenstellend.

Jetzt ist nur noch die Frage wann das Geld eingeht.
 
Bei mir geht es auch weiter.
Die ersten 4 Wochen ist gar nix passiert .

Problem daheim war auch, ich fahre und unterhalte das Auto zwar seit 3.5 Jahren, bin aber nicht Halter/Besitzer.
Kurzum, ich wollte zwingend einen Anwalt. Wurde abgelehnt.


Gegnerische Versicherung hat Gutachter geschickt. Hatten aber Glück gehabt.
Wiederbeschaffungswert/Restwert ist zufriedenstellend.

Jetzt ist nur noch die Frage wann das Geld eingeht.
Das ist doch schon mal ein Lichtblick.
 
Kurzum, ich wollte zwingend einen Anwalt. Wurde abgelehnt.
Wenn man eine Deckungszuage von der gegnerischen Versicherung für die Anwaltskosten haben will, die Rechtslage aber so wie ich das verstehe, recht eindeutig ist, ergibt sich keine Notwendigkeit für einen Anwalt. Zudem ist er in diesem Fall nicht der Halter des Fahrzeuges. Zudem kommt es bei der eigenen Rechtsschutzversicehrung auch darauf an was man versichert hat. Die schönen "Billigtarife" z. B. sagen:
Sie haben Versicherungsschutz, wenn Sie rechtliche Interessen wahrnehmen als -Eigentümer, -Halter von Kraftfahrzeugen und Anhängern (Kraftfahrzeuge sind Motorfahrzeuge zu Lande wie z. B.PKWs, Motorräder, E-Bikes, S-Pedelecs, Pedelecs und Segways).Diese Kraftfahrzeuge müssen entweder -bei Vertragsschluss oder während der Vertragsdauer auf Sie zugelassen sein oder-auf Ihren Namen mit einem Versicherungskennzeichen (Nummernschild) versehen sein
Versicherungsschutz in der Rechtsschutzversicherung für von mir gesteuerte fremde PKW ist damit ausgeschlossen.
 
Am 18.09.19 war der Unfall. Danach wurden alle Unterlagen an die Regulierungsstelle gesendet und am 22.11.19 bekam ich den vorläufigen Hinweis, daß die Deckungsübernahme noch nicht von der gegnerischen Versicherung eingegangen ist.
Wenn ich selber einen Gutachter einschalten möchte, könne ich das gerne zu meinen Kosten machen, aber ob dies dann übernommen wird, steht zum heutigen Zeitpunkt nicht fest.
Da die Regulierungsstelle zur DEKRA gehört...sollen sie, wenn die Deckungsübernahme geklärt ist, mich benachrichtigen und ich werde dann einen Gutachter der DEKRA beauftragen. Damit stelle ich sicher, daß ich zum Zeitpunkt der Begutachtung selber vor Ort bin...und den Kameraden kriege, den ich auch kenne.
Und dann soll er Zahlen schreiben, die mir gefallen.
Bis dahin...fröhlichen Advendt.
 
Das Prozedere wird sich über Wochen hinziehen, da es innerhalb der EU und über deren Richtlinienen geht.
Innerhalb Deutschland wäre der Schaden schon längst abgekaspert.
Vor 6 Monaten habe ich nicht gerechnet...und darauf wird es auch hinauslaufen.
Über den Winter das Geld festhalten und dann vielleicht langsam zahlen...wenn man denn möchte.

Das Christkind steht irgendwann bei dem Schuldner vor der Tür.
Aber erst im März oder April. Und dann kaufe ich für 3 Städte und Gemeinden Pflanzen ein...die nicht bezahlt werden.
Mal gucken, ob sich dann was bewegt.

Aber dazu wird es nicht kommen...da bewegt sich noch vorher was.
 
Das ist doch schon mal ein Lichtblick.
Nachdem jetzt wieder 4 Wochen wirklich nix passiert gewesen ist kam vor 5 Tagen nochmal eine Mail, dass das Geld innerhalb der nächsten 7 Tage auf dem Konto eingehen wird.
Ich hab jetzt noch nicht draufgeschaut, aber dann scheint wohl alles klar zu gehen.

Differenz Wiederbeschaffung zu Restwert war 1740 + Nutzungsausfall.

Vielleicht hätte man mit Anwalt "mehr rausholen können" aber so ist die Geschichte wenigstens abgehakt und gut ist. Das ist schon okay.
Zwischen Unfall und Zahlung also ungefähr 2.5 Monate.


Das Auto ist seit letzter Woche auch wieder repariert und seit Donnerstag wieder 1300 Kilometer abgerissen.Unter anderem um nen 900 Turbo zu besichtigen, aber das ist eine andere Geschichte. :hello:
Hätte es nicht für möglich gehalten und in Betracht gezogen, dass das Heck nicht krumm ist.
Ist es aber wirklich nicht. Scheinbar wegen der 3.Sitzreihe doch etwas massiver gebaut als andere Autos.

Das Kapitel wäre damit für mich geschlossen.
Hoffentlich für immer. Eine Wiederholung brauche ich nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nach 4 Monaten kam heute die Zusage der Kostendeckung von der holländischen Versicherung.
Es handelt sich ja auch nur um einen Wohnwagen.

Die werden sich über die Rechnung über die Abschleppkosten und Verbringung an einen gesicherten Platz noch wundern.
Incl. Gutachten werden sich diese Kosten verdoppeln.
Mal schauen, was dabei herum kommt.
 
Die werden sich über die Rechnung über die Abschleppkosten und Verbringung an einen gesicherten Platz noch wundern.
Du wirst Dich auch über die Erstattungslaune wundern. ;-)

Sehr interessant zu verfolgen jedenfalls, danke, daß Du am Ball bleibst und weiter berichtest. :top:
 
Innerhalb der DEKRA funktioniert die Kommunikation jedenfalls perfekt, denn gestern wurde der Wohnwagen von einem Gutachter der DEKRA besichtigt...und heute von ihm angerufen, um mir seine Einschätzung mitzuteilen.
Totalschaden...was schon vorher, ohne Gutachter, offensichtlich war.
Der Zeitwert wird auf ca. 4700,-€ geschätzt...Restwert auf 0,00€.
Der Wohnwagen geht nun in die Restwert-Börse, was aber nur eine "Pro Forma"-Geschichte sein wird, denn der Anhänger ist zwischen Heck und Achse aussen und innen völlig zerstört. Wird dann also ensorgt werden...und diese Kosten kommen noch auf den eigentlichen Schaden drauf.
Jetzt bleibt abzuwarten, wann denn dann Geld fließt. Vor 3 Monate rechne ich nicht damit.
 
Heute die Abrechnung per e-mail bekommen. :biggrin:
Jetzt muß nur noch Geld fließen...dann sind es 6 Monate nach dem Unfall in den Niederlanden, mit einem niederländischen Gegner...bis es komplett abgewickelt ist.
Unglaublich...innerhalb der EU.
 
Nachdem jetzt wieder 4 Wochen wirklich nix passiert gewesen ist kam vor 5 Tagen nochmal eine Mail, dass das Geld innerhalb der nächsten 7 Tage auf dem Konto eingehen wird.
Ich hab jetzt noch nicht draufgeschaut, aber dann scheint wohl alles klar zu gehen.

Differenz Wiederbeschaffung zu Restwert war 1740 + Nutzungsausfall.

Vielleicht hätte man mit Anwalt "mehr rausholen können" aber so ist die Geschichte wenigstens abgehakt und gut ist. Das ist schon okay.
Zwischen Unfall und Zahlung also ungefähr 2.5 Monate.


Das Auto ist seit letzter Woche auch wieder repariert und seit Donnerstag wieder 1300 Kilometer abgerissen.Unter anderem um nen 900 Turbo zu besichtigen, aber das ist eine andere Geschichte. :hello:
Hätte es nicht für möglich gehalten und in Betracht gezogen, dass das Heck nicht krumm ist.
Ist es aber wirklich nicht. Scheinbar wegen der 3.Sitzreihe doch etwas massiver gebaut als andere Autos.

Das Kapitel wäre damit für mich geschlossen.
Hoffentlich für immer. Eine Wiederholung brauche ich nicht.
Heute, fast 10 Monate später kam ein Brief von meiner Versicherung.

Sie hätten einen Haftpflichtschaden reguliert und ich würde hochgestuft werden.
WAS ZUR HÖLLE? :eek:

Dachte erst an versteckte Kamera.
Die zuständige Dame ist natürlich erstmal noch für 2 Wochen im Urlaub.

Die Schadensregulierung in Frankreich funktioniert zwar strange, aber des kann niemals richtig sein. Die Unfallberichte waren allesamt von allen beteiligten glasklar eindeutig.
Unschuldiger geht nicht.

Hochstufen für einen Unfall für den ich unschuldig bin, ich glaub es hackt.
Wie die Versicherung überhaupt auf die Idee kommt bei der vorliegenden Faktenlage würde mich echt mal interessieren.
Bin ja mal gespannt was daraus jetzt noch wird.
 
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