Lenkung - besser mit oder ohne Servo?

Ich hatte mal einen 79er EMS 900er. Ohne Servo.

Da muß man schon gut ins Lenkrad greifen, wenn man einparken will. Für Frauen ist das definitiv nichts.....die haben immer Zustände bekommen, wenn die damit einparken wollten....

Wenn ich das Lenkgetriebe tauschen müßte, würde da auf jeden Fall eine mit Servo reinkommen....
 
Ein GLi ohne Servo - da wurde aber dann auch zurückgerüstet - oder? Nach meiner Preisliste von 1982 hatten die GLi serienmäßig Servo!

Gruß Jevo

Ist ja auch ein '81er:biggrin:
Noch in der Preisliste vom Januar 1982 ist die Servo für den GLi aufpreispflichtiges Extra (DM 990,-)

@turbo9000:
für den 900 EMs bin ich mir nicht sicher, aber zumindest der 99 EMS hatte ein direkter übersetztes Lenkgetriebe, dass daher noch höhere Lenkkräfte forderte, außerdem hatte der EMS auch noch das dreispeichige "Sport"-Lenkrad, das möglicherweise auch noch einen kleineren Durchmesser hat (habe im Moment leider nicht die Möglichkeit direkt zu vergleichen).
Daher dürfte der EMS noch mal ein Sonderfall sein.
 
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... der 99 EMS hatte ein direkter übersetztes Lenkgetriebe, dass daher noch höhere Lenkkräfte forderte, außerdem hatte der EMS auch noch das dreispeichige "Sport"-Lenkrad, das möglicherweise auch noch einen kleineren Durchmesser hat (habe im Moment leider nicht die Möglichkeit direkt zu vergleichen).
Daher dürfte der EMS noch mal ein Sonderfall sein.

Das kann ich bestätigen, die Lenkung meines 77er (oder 78er) EMS war noch schwergängiger als die im 99TU.
Beim Einparken musste man sich richtig in Lenkrad hängen, sparte aber den Gang ins bodybuilding-Studio:rolleyes:.

Sah übrigens genauso aus wie dieser:smile:


 

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Ich fahre meinen 900 nur in der Freizeit und 95% über Land. Ich habe schon andere Fahrzeuge ohne Servo gehabt, klar sind die Unterschiede gewaltig, aber für mich wars immer ok.
Hat jemand im Badischen einen 900 ohne Servo, damit ich einen Vergleich bekommen könnte?
 
so, ich wollte mal meine Erfahrungen mitteilen. ich habe die Lenkung ohne Servo eingebaut und problemlos auch neuen TÜV bekommen. Wichtig war die richtige Achseinstellung, anderer Nachlauf im Vgl zu Servo. Seit das erledigt ist sind die Lenkkräfte akzeptabel. ich bin inzwischen ca 5.000 km gefahren. grundsätzlich gefällt es mir so gut. in Kurven fühlt sich das Auto besser an. ich sag mal man spürt besser wie die Achse belastet ist, man braucht mehr Kraft zum Gegenhalten. im Stand geht die Lenkung recht schwer, so dass Einparken besser geplant werden muss. sie geht schwerer als beim 96. meine Frau fährt jetzt nicht mehr so gerne mit dem 900... was mich stört ist die andere Übersetzung, in Haarnadelkurven muss man ein mal mehr umgreifen, was der Dynamik schon abträglich ist. Die Vor- und Nachteile wiegen sich in etwa auf. Da es keinen Grund gibt wieder zurückzubauen bleibt die Lenkung jetzt so wie sie ist.
 
Hallo!

Danke für die Rückmeldung! Das ist ja immer Geschmackssache - Du bist zufrieden damit - das ist doch die Hauptsache! Das Einparken ist das Problem - da kann ich Deine Frau verstehen!

Viele Grüße Jevo
 
Ich denke, es ist weniger Geschmackssache, als Gewöhnung. Bei mir seit über zwölf Jahren.

Ich weiß halt, dass es dumm ist, dass Lenkrad zu drehen, wenn ich still stehe. Es braucht ein wenig Bewegung in der Längsrichtung, um bequem zu lenken.

Wenn man das verinnerlicht hat, gibt es keine Probleme. Man ist fix unterwegs.

Der Rest ist Bequemlichkeit.

-Ich entschuldige mich für meine Meinung-

Grüße
 
Ich weiß halt, dass es dumm ist, dass Lenkrad zu drehen, wenn ich still stehe. Es braucht ein wenig Bewegung in der Längsrichtung, um bequem zu lenken.
Dies ist, wenn man daran denkt, welche Kräfte wirken, auch mit Servo nicht anders. Bloss fällt es da dem durchschnittlichen, entweder technisch nicht versierten oder zum Denken zu faulen, Nutzer einfach nicht auf, und die komplette Mechanik vom Kreuzgelenk bis zum Spurstangenkopf dabei einfach gnadenlos gequält wird.
 
Hi Rene, ich habe versucht, dich zu zitieren, aber es ging nur so:

"Dies ist, wenn man daran denkt, welche Kräfte wirken, auch mit Servo nicht anders. Bloss fällt es da dem durchschnittlichen, entweder technisch nicht versierten oder zum Denken zu faulen, Nutzer einfach nicht auf, und die komplette Mechanik vom Kreuzgelenk bis zum Spurstangenkopf dabei einfach gnadenlos gequält wird."

Eben das denke ich auch. Grade im Stand merkt man erst, was man den Verschleißteilen der Lenkung antut. Mit Servo spürt man davon nichts.

Gruß
 
Grade im Stand merkt man erst, was man den Verschleißteilen der Lenkung antut. Mit Servo spürt man davon nichts.
Ja, das ist es eben. Vor allem die etwas jüngere Genaration hat dies ja, zumindest sofern keine entsprechende 'Altware' gefahren wird, nie selbst praktisch erlebt. Meine letzte Kiste 'mit ohne' Servo war 1994 ein 84er 320i mit (für damals ja relativ dicken) 205ern und kleinem Sportlenkrad. Danach begann dann meine nun schon 20 Jahre währende 9k-Zeit.
 
technisch nicht versierten oder zum Denken zu faulen

Wenn wir anfangen zu überlegen, ob die Spurstange belastet wird, dann dürften wir die Autos nur noch durch die Gegend schieben und alle Turbo-Fahrer ihren Turbo nicht mehr ausfahren ; - )

Stimmt, wenn man es nicht anders kennt, fällt es unter Umständen nicht so auf, bzw. man sorgt automatisch dafür, dass der PKW immer etwas rollt. Bei der Nutzung mehrerer PKWs stellt sich dieser Effekt leider nicht ein und man ist immer genervt, wie schwer das Einparken ist!
 
Wenn wir anfangen zu überlegen, ob die Spurstange belastet wird, dann dürften wir die Autos nur noch durch die Gegend schieben und alle Turbo-Fahrer ihren Turbo nicht mehr ausfahren ; - )
Ich denke, dass es da einen Unterschied gibt. Erst anzurollen, bevor man lenkt, ändertn ja im Grundsatz für einen selber nichts,sehr jedoch für die Mechanik.
Bei der Nutzung mehrerer PKWs stellt sich dieser Effekt leider nicht ein und man ist immer genervt, wie schwer das Einparken ist!
Oder man fährt dann alle, wie 'mit ohne'.
 
Ich denke, dass es da einen Unterschied gibt. Erst anzurollen, bevor man lenkt, ändertn ja im Grundsatz für einen selber nichts,sehr jedoch für die Mechanik.
So denke ich auch! :dito:
Das habe ich so ähnlich vor ein paar Wochen einem anderen Oldtimerbesitzer (MB 300) auf einem Parkplatz nach seinem einparken, gesagt.
Ob er das beim nächsten Einparken beherzigt? :dontknow:
 
Bestimmt.
Wir hören doch alle auf das, was jemand (womöglich sogar uns unbekanntes) auf dem Parkplatz erzählt. Sorry.


Beim Lenken im Stand wird das Material belastet, egal ob mit oder ohne Lenkunterstützung.
Und wer diese Belastung durch sein Verhalten verringern möchte begeht ganz sicher keinen Fehler.

Aber ich stelle mal die gewagte These auf das im Fahrbetrieb häufig die Belastungen um einiges höher sind.
Wie oft wird hier das Fahrwerk des 900 gelobt, gerade in schnellen Autobahnauf-/abfahrten oder beim Kurvenspaß auf der Landstraße. Wie stark man dabei im Lenkrad hängt fällt einem garnicht auf weil die übrigen Reize überwiegen. Und wie oft muß man dabei Stöße und Schläge durch Bodenwellen oder Schlaglöcher parieren.

Bei den F1-Übertragungen sieht man doch ab und zu Kameraeinstellungen die das Fahrwerk zeigen. Natürlich läßt sich dies nicht mit unserem Rangieren auf dem Parkplatz vergleichen. Aber man bekommt doch einen Eindruck was das Fahrwerk, und damit auch Lenkung, schon auf relativ ebener Strecke aushalten muß.

Dies soll jetzt keine Aufforderung sein sein Fahrzeug zu malträtieren, ich möchte bloß den Stellenwert von „Lenken im Stand“ richtig einordnen.
Nochmal Sorry. :tee:

Vielleicht gibt es in diesem Kreis ja einen Fahrwerksentwickler der dieser These widersprechen oder sie bestätigen kann/will /muß.

Jörg
 
Das es nicht ins Gewicht fällt wie langsam man ist wenn man lenkt sieht man schon am fehlenden Warnhinweis in den Fahrzeugunterlagen. Das man flüssiger und schöner fährt wenn man es gut kann (dazu gehört auch das leichte Rollen beim Lenken) ist unbestritten
 
Zuletzt bearbeitet:
Auch wenn der Grund dieses Threads wahrscheinlich schon überholt ist, möchte ich meine aktuellen Erfahrungen zum Thema posten.

Wie bereits in #16 beschrieben bin ich bis vor kurzem einen 81er GLi ohne Servo gefahren. Jetzt habe ich einen 1988er 8Vi mit Servo, beides 3-türige CC, also sonst eigentlich ziemlich vergleichbar. Nach gut einem Monat stört mich die Servolenkung immer noch mehr, als dass ich sie als Erleichterung empfinde.
Sicherlic ist das Einparken in enge Parklücken mit der Servo deutlich kräftesparender. Wie in anderen Posts mehrfach beschrieben, spielen die höheren Lenkkräfte eigentlich nur unnterhalb von Schrittgeschwindigkeit eine Rolle. wer mich von Treffen kennt wird bestätigen können, dass ich wirklich keine Bodybuilderfigur habe (eher Modell Spargeltarzan:biggrin:). Trotzdem habe ich die Lenkkräfte ohne Servo immer als machbar.

Jetzt im "neuen" 8Vi empfinde ich die Lenkung mit Servo als übernervös und gefühllos. Mit der Zeit werde ich mich sicher noch daran gewöhnen, aber das aktivere Fahren ohne Servo hat mir persönlich mehr Spass gemacht.
 
In meinem 90 vermisse ich die Servo auch nicht. Beim 900 dagegen wollte ich wiederum keinen mehr ohne. Vielleicht stimmt die Spur-/Fahrwerkseinstellung bei Deinem nicht (mehr)? Ich finde das Lenkgefühl mit Servo bei Tina jedenfalls genial. Der Wagen lässt sich sehr präzise und doch spielerisch über Landstrassen dirigieren. Wesentlich präziser als beim 902 übrigens...
 
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