Kühlwasserschlauch geplatzt

Das der Schlauch hart wird und es kurz zischt beim öffnen des Kühlmittelbehälters ist ja normal.
Was gerne bei diesem Anschluss passiert: er reißt (ab) weil die Plaste spröde wird. Also Schlauch mal ganz runter und kontrollieren oder gleich nen neuen Kühler, kostet ja nicht die Welt :top:
Beste Grüße
steini
 
Der Schlauch ist ja neu und wenn an dem Kühlerstutzen was abgebrochen wäre, müsste man das doch sehen können.
Aber meine Frage ist ja immer noch die, wie hart denn der Kühlerschlauch im Normalfall werden darf. In gut warmem Zustand kann ich den überhaupt nicht mehr zusammen drücken, da geht rein gar nichts. Im kalten dagegen geht das ganz leicht, und da sprudelt es dann sogar im Ausgleichsbehälter.
Hab das jetzt mal am Focus von Junior angeschaut, da ist der Schlauch auch im warmen Zustand bei weitem nicht so hart.
 
Wenn der Motor warm ist, muß der Schlauch einen gewissen Druck haben. Das Kühlsystem muß unter Druck stehen.

Wenn der Kalt ist, dann ist der drucklos...

Mach die Stelle nochmal sauber und beobachte das nochmal. Die Schelle an der Stelle sollte aber nicht zu feste gezogen werden, da das sowohl den Stutzen gefährdet und auch dem Schlauch nicht so gut tut.

Auch hier gilt der Grundsatz: Nach Feste kommt ab....
 
Eigentlich gibst Du Dir schon selbst die Antworten auf Deinen Frage..
CO Test liefert Klarheit.
Deckel tauschen (falls Du einen hast wäre auch eine Variante)
 
Eigentlich gibst Du Dir schon selbst die Antworten auf Deinen Frage..
CO Test liefert Klarheit.
Deckel tauschen (falls Du einen hast wäre auch eine Variante)
Nöö. Wenn der Deckel undicht wäre, würde der Schlauch nicht hart werden.....ich denke der Deckel ist nicht das Problem...
 
Die Schelle an der Stelle sollte aber nicht zu feste gezogen werden, da das sowohl den Stutzen gefährdet und auch dem Schlauch nicht so gut tut.

Auch hier gilt der Grundsatz: Nach Feste kommt ab....
Habe mich nun doch für letztere Variante entschieden :mad:. Habe heute einen Abdichtungsversuch mit Teflon-Dichtungsband gemacht, gleich 2 Schlauchschellen nebeneinander gesetzt und diese dann mit großer Vorsicht festgezogen. Probefahrt gemacht, nach ca. 5km, als der Temp.-Zeiger gerade hoch wanderte, auf einen Parkplatz gefahren und Motor im Stand weiterlaufen lassen. Aber als der Schlauch wieder leicht hart wurde, sah ich schon wieder Kühlwasser am Schlauchende austreten (genau wie im Bild #60). Und dann passsierte was völlig unerwartetes: Ich wollte gerade wieder ins Auto einsteigen, da machte es plötzlich "Peng", und der Stutzen war ab! Der Motor bekam eine warme Kühlwasserdusche (und ich beinahe auch), und das Wasser strömte wie ein Sturzbach aus dem Schlauch. Natürlich sofort Motor abgestellt, Ende der Testfahrt:mad:.
Megapeinlich: Musste mich nun von Junior mit seinem Focus abschleppen lassen. Ein leichtes Grinsen konnte er sich dabei aber nicht verkneifen, dass Paps mit seinem geliebten Saab so etwas passiert. Nächstes Mal darf er dafür seinen defekten el. Fensterheber selber reparieren, den ich ihm vor 3 Tagen erst ausgetauscht habe...:biggrin:
Bin aber nun doch froh, die Ursache des Lecks gefunden zu haben, wahrscheinlich war der Kühlerstutzen doch schon sehr poröse und brüchig. Der Kühler war einfach "fertig", darf er aber auch nach 18 problemlosen Jahren.
Nicht auszudenken, wenn mir das auf der Bahn passiert wäre, womöglich mit der Wohnkiste hintendran...
Und wenn ich mir den abgebrochenen Stutzen genau anschaue, sieht man auf der Innenseite sowas wie ein feines Netz und so kleine Höcker. Aber außen war da rein gar nichts zu sehen.
Neuer Kühler ist schon unterwegs, natürlich einer von Nissens. Werde nach Einbau berichten, ob dann alles wieder gut ist. Wovon ich eigentlich ausgehe.
Das richtige Anziehmoment der Schlauchschelle zu erwischen ist natürlich schon eine recht kitzliche Sache. Aber eine neuer Stutzen dürfte wohl nicht ganz so empfindlich sein wie so ein alter, und außerdem ich werde diese Stelle die nächsten Tage besonders gut beobachten.

Am Deckel des Ausgleichsbehälters lag das Problem wohl nicht, das Überdruckventil lässt sich gut bewegen, und dicht ist er auch.

Danke euch nochmals! :smile:
 
Ja,

so ähnlich ist mir das vor 2 Jahren passiert. Kühler war auch noch der erste (damals 21 Jahre alt).....darf also passieren. Auch zum Glück nicht weit von zu Hause passiert... :smile:
 
Nöö. Wenn der Deckel undicht wäre, würde der Schlauch nicht hart werden.....ich denke der Deckel ist nicht das Problem...
Aber wenn der Deckel ZU dicht ist, also nicht mehr brav bei 1,? bar öffnet, wird der Druck zu hoch, die Schläuche werden zu hart, und irgendwann gibt eine Stelle nach.
 
Was gerne bei diesem Anschluss passiert: er reißt (ab) weil die Plaste spröde wird.
wenn an dem Kühlerstutzen was abgebrochen wäre, müsste man das doch sehen können.
Und dann passsierte was völlig unerwartetes: Ich wollte gerade wieder ins Auto einsteigen, da machte es plötzlich "Peng", und der Stutzen war ab!
:rolleyes:
Na wirklich gut, das das wenigstens im Stand passiert ist, Glückwunsch!
 
Aber wenn der Deckel ZU dicht ist, also nicht mehr brav bei 1,? bar öffnet, wird der Druck zu hoch, die Schläuche werden zu hart, und irgendwann gibt eine Stelle nach.
Ist zwar von der Aussage her richtig, aber das ist nicht der Normalfall. Ob der Deckel funktioniert erkennt man nur, wenn Im Kühlkreislauf irgendwas nicht stimmt. Das ist im Grunde wieder das selbe Thema das wir kürzlich diskutiert haben. Der Kühlkreislauf ist so ausgelegt, dass der Deckel nicht bzw. nie öffnet, wenn alle Komponenten in Ordnung sind. Er öffnet nur, wenn die Abwärme nicht mehr aus dem Kühlkreislauf raus kann. Das ist beispielsweise der Fall, wenn der Kühler zu ist oder die Pumpe nicht mehr richtig fördert, oder im Motor zuviel Wärme erzeugt wird (z.B. falsch eingestellte Zündung). Der Druck und die Temperatur im Kühlkreislauf darf solange ansteigen bis die erzeugte Wärme gleich der abgeführten ist. Dieser Zustand muss im Normalfall erreicht werden ohne dass der Deckel anspricht, denn sonst würde ja jedesmal ein Kühlwasserverlust eintreten.
 
Der Druck und die Temperatur im Kühlkreislauf darf solange ansteigen bis die erzeugte Wärme gleich der abgeführten ist. Dieser Zustand muss im Normalfall erreicht werden ohne dass der Deckel anspricht, denn sonst würde ja jedesmal ein Kühlwasserverlust eintreten.
Ich kenne dort von allen meinen SAABs, wenn ich kurz nach dem Abstellen des heißen Motors daran lausche, ein leichtes Zischen, bei welchem etwas Überdruck aus dem Luftpolster oberhalb der Kühlwasserstandes abgelassen wird. Wasserverlust tritt dabei natürlich normalerweise nicht auf

Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, besitzen die Deckel ja zwei Ventile. Eines öffnet im o.g. Falle bei definiertem Überdruck (so um die 1,2 - 1,3 bar), und das zweite läßt sich den beim Abkühlen nach vorherigem Abblasen entstehenden Unterdruck wieder ausgleichen.
 

Ich kann Dir versichern, wenn der Deckel im Betrieb anspricht, sprich Überdruck abbläst, dann stimmt was nicht im Wärmehaushalt des Aggregats oder im Kühlsystem. Hatte ich mal, dass bei einem neuen Fahrzeug das Kühlernetz mit den Kühlkanälen nicht richtig verlötet war. Infolgedessen war die Kühlleistung des Kühlers reduziert, hat aber normalerweise trotzdem gereicht. Nur bei hohen Außentemperaturen von mehr als 30°C hat der Deckel bei stärkeren Motorbelastungen z.B. Bergfahrten aufgemacht, weil dann Temperatur und Druck im Kühlwasser immer weiter angestiegen sind. Wenn der Deckel aufmacht, kommt es wegen der Hysterese des Ventils auch richtig zu Wasser(dampf)austritt. Das ist mehr als nur ein leises Zischen.

Den Fehler zu finden hat man übrigens lange gebraucht. Genau gesagt, man hat es nach Ende der Garantie festgestellt. Ich hab dann durch die Röhre geschaut. Es war übrigens die andere schwedische Marke.

Das Zischen an Deinen Saabs kann ich mir (Dir) nicht erklären. Es ist doch unlogisch, dass er nach dem Abstellen Druck ablässt, aber vorher z.B. bei laufendem Motor im Stand nichts derartiges passiert. Bist Du sicher, dass das Zischen nicht schon der Beginn des Druckausgleichs beim Abkühlen war?
 
Update: Der neue Kühler ist ja nun schon ein paar Tage drinn, und inzwischen bin auch wieder einge 100km gefahren, alles wieder dicht und normal :smile:.
Musste aber nach der sten Probefahrt die Schelle am Kühler nochmals nachziehen, weil der Schlauch noch nicht ganz dicht war. War da nach der Erfahrung "Nach fest kommt ab" wohl etwas zu vorsichtig. Das war aber beim alten wirklich kein Wunder, wenn ich mir den alten Kühlerstutzen betrachte. Der war dermaßen brüchig und mürbe, da brauchte es wirklich nicht viel zum Abbrechen:
Kuehlerstutzen1.JPG Kuehlerstutzen2.JPG
Im Inneren des Kühlers sieht man ganz deutlich sogar richtige Auswaschungen im Kunststoff, der war einfach "reif". Ich denke, bei dieser km-Leistung (300tkm) sind die Kühler wohl alle in ähnlichem Zustand. Dabei wird ja meiner als LPT nicht sonderlich stark beansprucht. Wenn also mal eine leichte Undichtigkeit an dieser Stelle auftritt, wird es meiner Meinung nach höchste Zeit, den Kühler zu erneuern. Das Risiko ist einfach zu groß, dass der Stutzen beim Nachziehen der Schelle abbricht, wobei das dann unvermittelt auch auf der Bahn passieren kann...:mad:

Ich kenne dort von allen meinen SAABs, wenn ich kurz nach dem Abstellen des heißen Motors daran lausche, ein leichtes Zischen, bei welchem etwas Überdruck aus dem Luftpolster oberhalb der Kühlwasserstandes abgelassen wird. Wasserverlust tritt dabei natürlich normalerweise nicht auf
So ein Zischen habe ich bei meinem noch nie gehört, und das kann ich auch nicht nachvollziehen. Denn ein ev. Überdruck müsste ja eigentlich auch während der Fahrt schon über den Deckel abgebaut werden und nicht erst nach dem Motorabstellen :confused:.

Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, besitzen die Deckel ja zwei Ventile. Eines öffnet im o.g. Falle bei definiertem Überdruck (so um die 1,2 - 1,3 bar), und das zweite läßt sich den beim Abkühlen nach vorherigem Abblasen entstehenden Unterdruck wieder ausgleichen.
Das ist wiederum korrekt.
Aber, wie saab-wisher schon sagte, denke ich auch, dass das Überdruckventil im Deckel normalerweise nicht ansprechen sollte.
 
Zuletzt bearbeitet:
Aber, wie saab-wisher schon sagte, denke ich auch, dass das Überdruckventil im Deckel normalerweise nicht ansprechen sollte.
Laut der Tabelle auf http://www.wolfram-zucker.de/heizung/wasser_ausdehnung.htm deht sich das Kühlwasser zw. 0°C und 100°C um über 5° aus, was rd. 1/2 l ausmacht.
Dies wird nur zum kleinsten Teil über aufgedrückte Schläuche kompensieret werden können. Also sagen wir mal, dass 0,4 l mehr Volumen im Ausdehnungsgefäß benötigt werden. Wenn jetzt im kalten Zustand meinethalben nur 0,6l Luft im Ausgleichsbehälter waren, werden diese jetzt auf 0,6 - 0,4 = 0,2 l zusammen gedrückt, was dann wohl (noch ungeachtet des Dampfdruckes!) bereits zu 2 bar Überdruck führen würde.

Wo ist jetzt mein Rechenfehler?
 
Hm, habe deine Rechung mal nachvollzogen und kann zunächst keinen Fehler finden. Dann stimmt wahrscheinlich einer oder mehrere Parameter nicht.
Ich denke, dass die Schläuche mehr als nur 100ml aufnehmen, so prall, wie die sind.
Und woher hast du denn den Ventilöffnungsdruck von 1,2 bis 1,3bar und wie belastbar ist dieser Wert?
 
Laut der Tabelle auf http://www.wolfram-zucker.de/heizung/wasser_ausdehnung.htm deht sich das Kühlwasser zw. 0°C und 100°C um über 5° aus, was rd. 1/2 l ausmacht.
Dies wird nur zum kleinsten Teil über aufgedrückte Schläuche kompensieret werden können. Also sagen wir mal, dass 0,4 l mehr Volumen im Ausdehnungsgefäß benötigt werden. Wenn jetzt im kalten Zustand meinethalben nur 0,6l Luft im Ausgleichsbehälter waren, werden diese jetzt auf 0,6 - 0,4 = 0,2 l zusammen gedrückt, was dann wohl (noch ungeachtet des Dampfdruckes!) bereits zu 2 bar Überdruck führen würde.

Wo ist jetzt mein Rechenfehler?
Kein Fehler René. Die Gleichung lautet für das Lustpolster im Ausgleichsgefäß p*V=const (bei konstanter Temperatur). Du hast Recht, das Ventil muss öffnen, wenn die Schläuche das nicht aufnehmen. Das System lässt beim Erwärmen Luft aus dem Kopfraum des Ausgleichsbehälters ab. Umgekehrt beim Abkühlen. Das System atmet sozusagen. Dazu sind zwei Ventile notwendig. Dies hast Du schon in #73 richtigerweise dargelegt. Dieses Atmen bezieht sich aber nur auf den Aufheizvorgang von kalt nach betriebswarm und umgekehrt. Meine Aussage bezieht sich auf den "quasistationären" Betrieb wenn der Motor seine Betriebswärme erreicht hat. Dann darf das Ventil nicht mehr öffnen, bzw. wenn das geschieht, stimmt was nicht. Die Frage war ja, ob der Deckel Schuld sein kann an der Undichtigkeit. Das scheint mir jetzt klar beantwortet zu sein mit dem Zustand des Schlauchstutzens am alten Kühler. Sollte aber der Deckel defekt sein und wie vermutet wurde nicht mehr öffnen, so würde der Druck in der Tat ansteigen. Ich denke aber (weiß es aber nicht), dass ein jungfräuliches System diesen Druck, meinetwegen irgendwas bei 2 bar, auch aushalten würde.

Infos gibt es z.B. hier:
http://www.kfztech.de/kfztechnik/motor/kuehlung/wasserkuehlung.htm
 
Meine Aussage bezieht sich auf den "quasistationären" Betrieb wenn der Motor seine Betriebswärme erreicht hat.
Dann sind wir uns doch im Prinzip einig.
Denn kurz nach dem Abstellen haben wir ja keinen stationären Betrieb. Der Motor ist noch heiß, und gibt weiter Wärme an das Kühlwasser ab. Es wird aber nicht mehr gepumpt und es gibt keinen Fahrtwind mehr. Damit gibt es meines Erachtens nochmal ein geringes Ansteigen der durchscnittlichen Wassertemperatur und damit auch eine weitere geringe Ausgehnung. Da zu diesem Zitpunkt ja bereits 'Solldruck' im System herrscht, wird dann noch etwas abgeblasen.
 
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