Welches Motoröl? Don Quijote geht in den Ruhestand.

Dieses Thema im Forum "Technik Allgemein" wurde erstellt von Onkel Kopp, 30 September 2014.

  1. SAABY65
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    SAABY65

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    Onkel Kopp: Bevor Du hier einen Stich ziehst, noch eine Frage: Für TiD/TTiD mit DPF mobil New Life oder ESP - oder egal? Danke von der Dieselfraktion mit DPF!
  2. Onkel Kopp
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    Onkel Kopp Don Quijote de Olja a.D.

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    Ich kann mir den Link jetzt gerade nicht angucken, ich kenne ihn aber. Das ist ein nützliches Tool, wenn einem die ganzen Normen nicht viel sagen und man sie quasi "übersetzen" möchte. Wichtig ist, dass das Ganze aktuell ist. Als ich Ende 2013 zuletzt in diesen Link geguckt und ein paar Querchecks gemacht habe, da war das nicht der Fall. Da war ACEA veraltet und auch die Daimler 229.3/229.5 nicht auf dem letzten Stand. Ich schaue mir das bei Gelegenheit nochmal an.

    Bei der Ölwannenheizung liegt ein Konstruktionsfehler vor, da ist das Öl wohl eher sekundär. Natürlich spielen Oxidationsneigung, Flammpunkt und Verdampfungsverlust mit eine Rolle, wie schnell das crackt, aber das ist zum Teil in den Normen auch klar definiert und die Öle liegen da nicht übermäßig weit auseinander.

    Ich halte langes Nachlaufen lassen im Leerlauf wegen der Wasserkühlung der Turbos für überflüssig. Man sollte auf dem letzten Kilometer die Schubabschaltung nutzen und viel reine Luft durch das System pumpen, dann fällt die Temperatur schnell ab. Ansonsten speichert der Kat die Temperatur ja in seiner Keramik, ich vermute fast, da spielt die Befeuerung durch den Motor im Leerlauf nach einer scharfen Fahrt kaum eine Rolle.

    Bei DPF brauchst du low ash, also musst du von den beiden das ESP wählen.
  3. René
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    René Müggelheimer SAABoteur Mitarbeiter

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    NunJa, aber auch nur, wenn man da dann was 'lesen' kann.

    Wenn ich ehrlich bin, sagt mir das so nicht wirklich etwas:
    [​IMG]
  4. turbosaabi
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    turbosaabi

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    das
    das sind die bekannten Netzdiagramme zum Vergleich verschiedener Leistungsparameter und Kategorien. Kenne das aus anderen Anwendungen aus dem QM-Bereich.
    Ich versuche hier mal eine beispielhafte Erklärung abzugeben:
    Beim Öl mit einer ACEA A3/B4 Spezifikation hat man beim Verschleiß den Wert 6 von 10, also etwas über dem Durschnitt. Bei den Kolbenablagerungen (Piston Deposit) erreicht dieses Öl 7 von 10 im Vergleich, also relativ gut, aber es gibt 2 andere Öle, die hier mit 8 noch besser sind usw...
    Das Netzdiagramm ist nur bedingt aussagekräftig, da es lediglich einen relativen Vergleich von Leistungsparametern darstellt, ohne den Anspruch auf einen absoluten Performance-Wert.
    Also hier nur tauglich, wenn man verschiedene Spezifikationen (Freigaben) und Eigenschaften relativ vergleichen will.

    Ich hoffe, das hat etwas zur Klärung beigetragen.

    Nachtrag: Das könnte schon interessant sein, wenn man das Ölschlammproblem bei einigen SAABs betrachtet. Wenn ich das richtig übersetzt habe, müsste es "Sludge" sein. Hier erreicht die Spezifikation A3/B3-10 (grün) im obigen Diagramm die besten Werte.
    Zuletzt bearbeitet: 2 Oktober 2014
    Gerd-HP und Onkel Kopp sagen Danke.
  5. turbosaabi
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    turbosaabi

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    @ Onkel Kopp: Habe ich das richtig beschrieben?
  6. DSpecial
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    DSpecial

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    Es gibt kein Ölschlammproblem bei Saab. Es handelt sich dabei um ein Problem mit ÖLKOHLE! Bitte versucht das auseinanderzuhalten...auch wenn ich befürchte, dass das aus den Saabköpfen nicht mehr rauszubekommen ist...:frown:
    Onkel Kopp sagt Danke.
  7. elsch
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    elsch

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    Käme damit einer der Parameter "Oxidative thickening" oder "Soot thickening" als mögliche Vorbeugung gegen Ölkohle in Frage...?
    Zuletzt bearbeitet: 3 Oktober 2014
  8. DSpecial
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    DSpecial

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    Ui, das weiss ich auch nicht...ich merke schon, Onkel Kopp wird das Thema nicht mehr los:biggrin:
    Vielleicht kann er etwas dazu sagen?
  9. turbosaabi
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    turbosaabi

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    wenn das so ist dann wurden tausende Leser irregeführt in dem Technik Thread "Ölschlamm > KB". Ich habe mich auch davon täuschen lassen :frown:
  10. Onkel Kopp
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    Onkel Kopp Don Quijote de Olja a.D.

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    Gut beschrieben, das Problem ist in der Tat, dass hier jemand Grenzwerte in eine Skala übersetzt hat, bei der man nicht genau beurteilen kann, wie sinnvoll das durchgeführt worden ist. Es besteht die Gefahr optischer Täuschungen, so dass man Unterschiede zwischen Normen größer annimmt als sie tatsächlich sind. Es ist also streng genommen nur eine qualitative Aussage möglich.
    Der erste vermutlich schon, denn Ölkohle entsteht letztlich auch durch Oxidation. Der Wert in dem Diagramm bezieht sich aber konkret auf einen Verschlammungstest, das bitte beruecksichtigen. Der zweite betrifft Ölverdickung durch Ruß, das betrifft nur Dieselmotoren und hat keinen Bezug zur Verkokung.
    Das Gefühl habe ich auch :biggrin:
    patapaya und elsch sagen Danke.
  11. Onkel Kopp
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    Onkel Kopp Don Quijote de Olja a.D.

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    Das ist überall im Netz irreführend dargestellt, leider.
  12. SAABY65
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    SAABY65

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    ..... und das ist GUT so...:hello:.. welcome back.....:top:
  13. René
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    René Müggelheimer SAABoteur Mitarbeiter

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    Sehe ich das erst einmal richtig, dass sich die 'echten' Werte des Öles aus der verbleibenden kleinsten Teilfläche ergeben?
    Und wie herum ist das Diagramm eigentlich? Nach aussen hin besser, oder nach innen?
    Was sagen mir die Spalten in der Tabelle?

    Da man an die echten Datenblätter zumeist wohl ohnehin nicht ran kommt, ist das so ja evtl. die einzige Möglichkeit, als Enduser Öle zu vergleichen.
  14. turbosaabi
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    turbosaabi

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    Man kann aus dem Diagramm keine "echten" Werte herauslesen, wie schon von Onkel Klopp klargestellt. Es ist lediglich eine vergleichende, qualitative Aussage. Nach ausen hin ist es im Sinne der Performance Comparison "besser". Obwohl man das Diagramm prinzipiell auch verwenden kann, um negative Ausprägungen nach aussen hin darzustellen. Das ist in diesem Diagramm aber wohl nicht der Fall.

    Die Spalten in der Tabelle sind nur Zusatzinformationen zu den gewählten Spezifikationen. HTH= Hochtemperaturviskosität, SH= Schwefelasche, S= Schwefelgehalt, P= Phospohorgehalt.
    Technische Daten zu Ölen habe ich z.B. für Mobil1 0W40 im Internet unter "Typische Produkddaten" im HTML-Format gefunden. Mir sagt das meiste darin allerdings nicht viel, außer dem Flammpunkt vielleicht: Schau mal hier: http://www.mobil1.de/produkte/new-life-0w-40.aspx?tabs=Spezifikationen#tabs
  15. targa
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    targa Hoover Mitarbeiter

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    Soll ich den Ölschlamm Thread umbenennen?!
  16. Onkel Kopp
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    Onkel Kopp Don Quijote de Olja a.D.

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    Wie wär's allgemein mit "Zugesetztes Ölsieb bei B205/B235-Motoren"? Mir fehlt gerade der Überblick. Falls es da auch um die späten Trionic 5-Motoren geht, dann geht das so natürlich nicht. Dann böte sich "Zugesetztes Ölsieb bei Trionic 5/7-Motoren" an.
  17. turbosaabi
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    turbosaabi

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    die Idee mit der Umbennung find ich gut. Nachdem was ich gelesen habe, scheinen auch ältere Motoren (B204/B234) betroffen zu sein. Falls man es nicht genau auf die betroffenen Motorentypen eingrenzen kann wäre "Zugesetztes Ölsieb" auch ausreichend. Dann muß jeder eben selbst mal nachlesen- ist allgemein auch sehr lehrreich. :top:
  18. d900s
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    d900s

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    T...Turbolinchen
    zu dem spinnennetz meine anwendung:
    einfach alle für ein öl angegebenen normen anklicken - und das öl, das
    dann die größte fläche hat, gewinnt. : )
  19. Onkel Kopp
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    Onkel Kopp Don Quijote de Olja a.D.

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    Dann gewichtest du ja alle Kriterien gleich.

    Mir sind hohe Werte bei Wear, Oxidative Thickening, Piston Deposits und Sludge bei weitem wichtiger als Fuel Economy oder Aftertreatment Compatibility. Letzteres ist für einen unserer lediglich mit einem 3-Wege-Kat ausgerüsten Benziner sogar völlig irrelevant.
    René sagt Danke.
  20. turbosaabi
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    turbosaabi

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    außerdem ist die Wichtung der Parameter mit hohen Werten bei der Flächenbeurteilung zu groß, da mit steigendem Achsabstand die Fläche in etwa quadratisch zunimmt. Man darf sich hier nicht täuschen lassen und sollte lieber den einfachen Skalenwert für ausgewählte Parameter zur Beurteilung verwenden.

    Nachtrag: Bei der Übersetzung der Testergebnisse in Skalenwerte gehe ich von einer linearen Beziehung aus. Kann mir nicht vorstellen, dass die Flächeninhalte dabei berücksichtigt wurden, was im übrigen gar nicht leicht möglich ist, weil die Größe der Fläche auch von dem benachbarten Parameter abhängig ist. Wenn der Nachbarparameter einen höheren Skalenwert hat wächst die Fläche überproportional, bei kleineren Nachbarwerten unterproportional.
    Zuletzt bearbeitet: 4 Oktober 2014