Politisches und Gesellschaftliches rund um e-Mobilität

'e' ist doch nett. Die Dinger haben ein feines Drehmoment. Insofern sollte das doch Fun pur sein.
Der Irrweg besteht meines Erachtens im Energietransport per Akku. Dann bitte per Brennstoffzelle. Da sind Reichweitenprobleme dann dank kurzer Tankzeiten mit konventionellen Kraftstoffen vergleichbar. Und daher mußß auch nicht an jeder Milchkanne nd bei jeder Oma eine Tankmöglichkeit existieren, sondern Säulen an den Standard-Tanken reichen völlig aus. Und das geht, wie LPG ja sehr klar zeigt, bei sonst passendne Rahmenbedingungen auch mit recht offenmaschigem Netz.

Und nein, hier in D weiter an der 'Ökobilanz' zu feilen, halte ich für einen der größten Mißgriffe überhaupt. Das schafft bestenfalls (!) Zahlen, mit welchen man sich brüsten kann. Aber die tatsächlichen realen Auswirkungen auf das Welt(!)klima sind weitweitaus geringen, als sie bei Betreiben des selben Aufwandes an anderer Stelle sein könnten.
Gern mal hier lesen: https://www.manager-magazin.de/prem...ng-ist-a-c723870c-d561-43c7-9b5b-d3f96213d06b
 
Ooooch, selbst wenn ich nur 1x im Monat zur 300 km entfernten Oma fahren würde und auf der Hinfahrt und der Rückfahrt je 2x nachladen müsste, wäre mir das zu viel. Und dann vielleicht auch 1x im Jahr ne wirklich längere Strecke von 500-600 km, da steht man mit der Kiste (zunindest der alten Version) länger an Ladestationen als zu fahren.
Ja, so eine Strecke geht nicht in einem Rutsch mit einem i3. Aber fairerweise muß man sagen, daß alle Deine Angaben übertrieben sind. Das Ding fährt problemlos und reproduzierbar locker 200 Kilometer am Stück. Also lädt man zweimal auf der Gesamtstrecke, und nicht zweimal jeweils. Trotzdem nervig, gebe ich auch gerne zu. Für wirklich lange Strecken (Urlaub etc.) stellt Dir BMW allerdings mehrmals im Jahr kostenfrei einen Verbrenner zur Verfügung.
Gut, ich komme auf 25-40 tkm p.a., [...]
Tja, die 40 tkm wären halt das Drei- bis Vierfache des Bundesdurchschnitts. Die aktuellen Fahrzeuge decken schon 90% der Einsatzbedingungen im Alltag ab. Die Challenges liegen momentan wirklich eher in der Weiterentwicklung der Infrastruktur. Die Fahrzeuge entwickeln sich eh schon rasant weiter.
 
Ooooch, selbst wenn ich nur 1x im Monat zur 300 km entfernten Oma fahren würde und auf der Hinfahrt und der Rückfahrt je 2x nachladen müsste, wäre mir das zu viel. Und dann vielleicht auch 1x im Jahr ne wirklich längere Strecke von 500-600 km, da steht man mit der Kiste (zunindest der alten Version) länger an Ladestationen als zu fahren.

Und solche Fahrten haben doch sicher mehr als 10% der Leute.
Aber davon ein sehr großer Anteil einen Zweitwagen. Wäre also schon mal ein Anfang einen davon, der hauptsächliche kürzere Strecken pendelt, zu ersetzten durch was alternatives.
 
Aber davon ein sehr großer Anteil einen Zweitwagen. Wäre also schon mal ein Anfang einen davon, der hauptsächliche kürzere Strecken pendelt, zu ersetzten durch was alternatives.
Hast Du denn schon einen ersetzt?
 
Ja, so eine Strecke geht nicht in einem Rutsch mit einem i3. Aber fairerweise muß man sagen, daß alle Deine Angaben übertrieben sind. Das Ding fährt problemlos und reproduzierbar locker 200 Kilometer am Stück. Also lädt man zweimal auf der Gesamtstrecke, und nicht zweimal jeweils. Trotzdem nervig, gebe ich auch gerne zu. Für wirklich lange Strecken (Urlaub etc.) stellt Dir BMW allerdings mehrmals im Jahr kostenfrei einen Verbrenner zur Verfügung.

"Meiner" hatte eine Reichweite von 179 km - alte Batterie.

Aber auch bei einem neuen, der theoretisch 250 km schafft, sollte man berücksichtigen, dass

- eine Batterie im ersten Jahr 5-10% Kapazität verliert; sagen wir 5%, wären wir bei 237 km Reichweite
- man nur bis 80% aufladen soll, damit die Batterie lange hält, also bis Reichweite 190 km
- man die Reichweite aus gleichem Grund nicht unter 20%, also 47 km, fallen lassen soll, also ergibt sich eine reale Reichweite von 140 km.

Wenn man least, das Teil nur 3 Jahre runterreiten will, kann einem das theoretisch alles Wurscht sein, dann kann man mit 200-240 km rechnen .... wobei ich in div. Foren gelesen habe, dass man dafür zumindest in der kalten Jahreszeit nicht mit 120 über die Autobahn 'rasen' soll, lieber nur mit 100 .... Wer das geil findet, wird natürlich seinen Spass haben ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Hast Du denn schon einen ersetzt?
Nö, mein Arbeitgeber ist momentan gegen e-Autos. Wir sollen gefälligst mit dem Bus fahren (der hier nicht fährt). Von daher dürfen die beiden Gas-Saabs noch was bleiben. Mal davon abgesehen, dass momentan das Geld nicht für ein passendes eAuto reicht. Gebrauchtmarkt ist ja noch recht leer. Aber das dürfte sich ja auch in absehbarer Zeit ändern. Von daher darf es dann auch mal ein alternativer Antrieb werden.
 
Wenn es so einfach wäre. Für das Fahrprofil unseres Zweitwagens gebe ich nicht
mehr als EUR 2000 für Anschaffung und ca. EUR 750 p.a. für den Unterhalt aus.
Bevor sich ein E-Auto rechnet, müssen die Preise gewaltig purzeln. Und gebraucht?
Da bin ich gespannt, wie sich das entwickelt und wie die Akkus dabei beurteilt werden.

Ich werde also niemandem "empfehlen", ein E-Auto zu kaufen, bevor ich nicht selbst
eines habe. Es gibt ja immer Gegner von allem Möglichen. Modern ist es ja gerade, die
Verbrenner zu verteufeln. Oder man schießt massiv gegen SUV, was ich zwar verstehe,
aber das muss jeder selbst wissen. Oft genug fährt aber einer der lautesten Gegner
"heimlich" selbst so'ne Kiste. Erinnert mich wieder an den Umweltjünger, der die 7 l Verbrauch
meines Autos als kriminell bezeichnete. Als ich sah, dass seine Karre das Doppelte schluckt,
sagte der: Den muss ich halt haben!
 
Wenn es so einfach wäre. Für das Fahrprofil unseres Zweitwagens gebe ich nicht
mehr als EUR 2000 für Anschaffung und ca. EUR 750 p.a. für den Unterhalt aus.
Bevor sich ein E-Auto rechnet, müssen die Preise gewaltig purzeln.
Jepp. Wobei vielleicht schon, aber solangen die jetzigen laufen. Ich habe meine Wagen bisher immer ziemlich lange gefahren.

Ich werde also niemandem "empfehlen", ein E-Auto zu kaufen, bevor ich nicht selbst eines habe.
Naja, das würde ich nicht so eng sehen. Ein Stück weit hat man ja durchaus die Kompetenz etwas zu empfehlen, was über das eigene Inventar hinaus geht. Vieles ist ja übertragbar. Momentan ist natürlich noch early adopter Phase. Muss man im ganzen betrachten. Gibt durchaus Anwendungen wo ich das jetzt schon als sinnvoll ansehe. Insb. wenn derjenige auch sonst Neuwagen kauft.
 
Guten Morgen,

ich hätte keine Bedenken ein gebrauchtes E-KfZ zu kaufen. Durch die deutlich geringere Anzahl beweglicher Teile ist der E ja sehr wartungsfreundlich (siehe z.B. 1.000.000 km Tesla Beitrag bei Hr. Lüning im UnterBlog) und durch den enormen technischen Wandel im Akku-Bereich kann man sicher alle 10 Jahre mit einer technischen Neuerung im Akku-Aufbau rechnen, was den Preis relativiert und das Umbauen/Nachrüsten in Altfahrzeuge sicher zu einem interessanten Markt machen wird.

Für den täglichen Weg zur Arbeit hätte ich jetzt schon sehr gern ein E-KfZ, z.B. Smart o.ä.
 
- eine Batterie im ersten Jahr 5-10% Kapazität verliert; sagen wir 5%, wären wir bei 237 km Reichweite
- man nur bis 80% aufladen soll, damit die Batterie lange hält, also bis Reichweite 190 km
- man die Reichweite aus gleichem Grund nicht unter 20%, also 47 km, fallen lassen soll, also ergibt sich eine reale Reichweite von 140 km.
Gnnn, aber das stimmt ja schon wieder alles nicht!

Die Batterie verliert im ersten Jahr keinesfalls 5-10% ihrer Kapazität. Der Kapazitätsverlust hängt von der Fahrleistung und Anzahl der Ladezyklen ab. Mein i3 hatte nach 12 Monaten und 12000 Kilometern noch 99% seiner Akkukapazität. Man liest von Teslas mit 400.000 Kilometern und dem ersten Akku. Im Schnitt beträgt die Kapazität nach sieben Jahren noch 93%, gerne liefere ich die Quelle.

https://www.heise.de/newsticker/mel...apazitaet-eines-Tesla-sinkt-kaum-4595304.html

Die Ladestrategien, die Du einforderst, stimmen vielleicht für die ersten Handys mit Lithium-Ionen-Akkus aus den Neunzigern, als der Memory-Effekt noch ein Thema war. Sie gelten keineswegs für aktuelle LiIon-Akkus und schon gar nicht für Elektroautos. Ich weiß, daß man solche Ratschläge im Internet findet. Bei der Übergabe des i3 habe ich mich lange mit einem Produktspezialisten von BMW unterhalten, den ich witzigerweise von früher kannte, und man braucht bei den heutigen Akkus nichts davon zu tun. Man kann laden, wann und wieviel man will. Problematisch sind heute nur noch extrem niedrige Temperaturen, das kann ich aus eigener Erfahrung auch bestätigen. Bei unter -5 Grad kann sich die Reichweite halbieren, was absolut krass und ein echtes Problem ist.
 
1. Die Ratschläge stammen aus aktuellen Threads im Teslaforum. Von Vielfahrern.

2. Wieso schonwieder? Wir hatten nen i3 mit der kleinen Batterie hier. Kapazität für 179 km.
 
@ Flemming:

Da es sich beim E-Auto ja auch sehr um Ideologie dreht, wo E-Anhänger teilweise
den Fahrern von Verbrennern ewige Gestrigkeit bescheinigen, würde ich es schon
für verlogen halten, anderen das zu empfehlen (fast schon zu fordern), wenn ich
selbst nicht mit "gutem Beispiel" voranginge.
 
Ja Nein. Natürlich mit der entsprechenden Begründung. Wenn ich also einen großen Kombi für Langstrecke nutze und deshalb kein eAuto fahre, dann kann ich jemanden, der alleine Kurzstrecke pendelt und ausreichend Lademöglichkeit hat, trotzdem sowas empfehlen. Erst recht wenn ich mir ansehe was für Probleme die Direkteinspritzer machen und Diesel für Kurzstrecke taugt ja noch weniger. Muss eben alles zusammen passen.

@sören diese Ladestrategien sind sind heute schon längst integriert. Die maximale Kapazität wird nicht ausgenutzt und z.B. die letzten 10-20% der genutzten Kapazität werden nur langsam geladen. Macht auch mein spanisches Handy schon seit Jahren so.
 
@sören diese Ladestrategien sind sind heute schon längst integriert. Die maximale Kapazität wird nicht ausgenutzt und z.B. die letzten 10-20% der genutzten Kapazität werden nur langsam geladen. Macht auch mein spanisches Handy schon seit Jahren so.

Was willst Du mir damit sagen? Was heißt "Ladestrategien sind integriert" auf deutsch?

Wie gesagt, ich habe es etliche Male als Tipp im Teslaforum gelesen: nicht unter 20% runterfahren, nicht über 80% laden ...
 
Meine Benziner fahr ich auch nicht auf Null leer, tanke dann aber voll.
 
Gnnn, aber das stimmt ja schon wieder alles nicht!

Und hier ein aktuelles Beispiel aus einem i3-Forum:

"Ich war gestern von Güterloh nach Frankfurt auf der Autobahn unterwegs. Es waren 3° plus und Regen.
Ich konnte lediglich 150 km weit fahren, obwohl ich nur zwischen 110 - 120 km/h mit Tempomat gefahren bin. Klima war eingeschaltet bei 23 Grad. Laut CD ein Verbrauch von 24,5 kWh.
Ich habe zwei Tankstops auf den 310 km gemacht.
Habe einen 120 Ah i3 mit Wärmepumpe auf Winterreifen vom Werk.
Auf dem Weg zu Arbeit (BAB und Landstraße) liegt der Verbrauch bei 19 kWh. Auch hier fahre ich verhalten und nicht sportlich oder schneller als 120 km/h.
Ich bin von der Alltagsreichweite enttäuscht."

Kann sein, dass er hätte mit 18°C fahren soll und ohne Licht und wasweißich - aber offensichtglich ist er zumindest geschwindigkeitstechnisch keineswegs geheizt. So kann es gehen.

Ich persönlich will auf 300 km gar keinen Tankstopp machen müssen. Muss man aber mit den meisten E-Vehiceln.

Klar wird sich das ändern. Nützt nix. Es geht um's jetzt und nicht um irgendwann.
 
Meine Benziner fahr ich auch nicht auf Null leer, tanke dann aber voll.

Yo, und wenn keine Schlange an der Kasse ist, reichen dafür 5 Minuten ;) Aber 20% "Luft" lassen ist schon heftig. Ich fahre auch nicht (immer) komplett leer, aber warte schon, bis das gelbe Lämpchen leuchtet (dann sind's 70 von 700 km). Anders nur, wenn die Preise grad extrem gefallen sind.

Letzteres ist bei ner Stromtanke übrigens ein weiteres Thema. Wie sind die Preise, sind sie transparent, gibt es Bons usw.??
 
Als ob das die Chinesen oder die anderen interessiert.....Du bist wirklich ein Träumer.

Die freuen sich ein Loch in den Bauch, dass wir solche Auflagen haben und damit im Wettbewerb extreme Nachteile haben und pusten weiter fröhlich in die Luft und lassen Gifte versickern....

Das stimmt doch schon nicht mehr. In der Abgasgesetzgebung sind die fast so streng wie wir hier in Europa. Die sind doch in kurzer Zeit mit ihrer Umweltverschmutzung so auf die Fresse gefallen, dass die massiv gegensteuern. Der Leidensdruck muss nur groß genug sein, daher...

Das ist doch (von mir) unbestritten. Aber es gehört schon ein extremer Optimismus dazu, zu erwarten, dass sich die Großen unserem Beispiel anschließen. Wie im Grunde meistens wird erst dann was passieren, wenn alles zu spät ist - zumindest was das 1,5°C-Ziel betrifft.

...muss die USA vermutlich jedes Jahr mindestens ein Monster-Hurrikan treffen, der einen unfassbar großen volkswirtschaftlichen Schaden verursacht, bis auch hier der Leidensdruck mal so groß wird, dass die vor Klimaveränderungen nicht mehr die Augen verschließen.

Also, bei z.B. mir würden schonmal Fall 1 und Fall 2 zusammenkommen, dazu aber noch viele Fahrten, die ich nicht planen kann. Öffentliche Verkehrsmittel sind aufgrund meiner Lage nicht machbar, Carsharing und Vermieter gibt's nicht vor Ort, sondern erfordern wieder mind. 20 Minuten Anfahrt (wenn kein Berufsverkehr ist ...). In der Theorie klingt das alles toll, in der Praxis weniger ;)

Ich denke du hast jetzt ausreichend zum Ausdruck gebracht, dass für deine persönliche Anwendung ein E-Fahrzeug aktuell nicht in Betracht kommt. :rolleyes: Aber du bist ja nicht allein auf der Welt.

Das müsste sie ganz massiv tun. Denn wenn der Verkauf von SUVs weiter so anhält, wer setzt sich dann freiwillig in nen e.GO?

Wenn der e.Go in den nächsten zwei Jahren beweisen sollte, dass der was taugt, dann steht der bei mir als Pendelfahrzeug oben auf der Liste. Der nächste wird aber wohl eher noch was Kleines mit Verbrenner werden.
 
Das stimmt doch schon nicht mehr. In der Abgasgesetzgebung sind die fast so streng wie wir hier in Europa. Die sind doch in kurzer Zeit mit ihrer Umweltverschmutzung so auf die Fresse gefallen, dass die massiv gegensteuern. Der Leidensdruck muss nur groß genug sein, daher...
..
Eben, der Leidensdruck muss groß sein, was wir "vormachen" beeinflusst bei denen Garnichts. Die müssen das selber spüren.

Daher glaube ich in dem Punkt nicht an die "Vorreiter" oder "Beispielrolle"...
 
Zurück
Oben