Bremse entlüften erfolglos

Dieses Thema im Forum "9-3 II" wurde erstellt von matze0301, 2 August 2017.

  1. matze0301
    Offline

    matze0301

    Dabei seit:
    21 März 2013
    Beiträge:
    6
    Danke:
    2
    SAAB:
    9-3 II
    Baujahr:
    2006
    Turbo:
    TiD
    Hallo zusammen,

    ich verzweifel noch an meinen Bremsen. (YS3F, 2006, Z19DTH, Kombi)
    Habe vorne beied Bremssättel gewechselt. Einer saß fest.

    Danach mit Pumpe entlüftet (wie schon einige male). Wird nicht wirklich hart.
    Da Pedal langsam ganz durch ging, HBZ gewechselt.

    Locker 5 mal entlüftet. Mit Pumpe, mit laufendem Motor,....aber es wird immer noch erst beim 2. Treten des Pedals hart. Sprich es ist immer noch Luft drin.

    Hat mir jemand irgend nen Tip?
    Woooo kann sich da noch was versteckt haben?
  2. Jamesrdsh
    Offline

    Jamesrdsh

    Dabei seit:
    13 Juli 2012
    Beiträge:
    274
    Danke:
    48
    SAAB:
    9-3 III
    Baujahr:
    2009
    Turbo:
    TiD
    Schon mal auf die alte Art versucht mit 2 Leuten?
    Nur Zündung anmachen, reicht aus um die Ventile im ABS/ESP Block zu öffnen.
    Und dann hinten rechts, hinten Links, vorne rechts und vorn links.
    Pumpen bis Druck auf dem Pedal, entlüften und wieder verschliessen. Das ca 5-6mal pro Sattel bis keine Luft mehr zu erkennen ist im transparentem Schlauch.
    Dazwischen immer Bremsflüssigkeitsstand kontrollieren.
  3. matze0301
    Offline

    matze0301

    Dabei seit:
    21 März 2013
    Beiträge:
    6
    Danke:
    2
    SAAB:
    9-3 II
    Baujahr:
    2006
    Turbo:
    TiD
    Seit HBZ-Tausch hab ich die 2-Leutz-Methode nicht angetestet.
    Wooo genau siehst du den Vorteil gegenüber Druck (Pumpe)?
  4. patapaya
    Offline

    patapaya

    Dabei seit:
    22 Juli 2006
    Beiträge:
    10,454
    Danke:
    2,478
    SAAB:
    900 II
    Baujahr:
    1996
    Turbo:
    Ohne
    Belagfeder richtig eingesetzt?!
    Richtig:
    2013_1221_155154.JPG
    So geht auch - aber falsch und führt zu der beschriebenen Symptomatik:
    [​IMG]
    Sieht am 9-3II zwar etwas anders aus, aber vielleicht gibt es ja auch da eine entsprechend falsche Möglichkeit?

    Anhänge:

    Zuletzt bearbeitet: 3 August 2017
  5. matze0301
    Offline

    matze0301

    Dabei seit:
    21 März 2013
    Beiträge:
    6
    Danke:
    2
    SAAB:
    9-3 II
    Baujahr:
    2006
    Turbo:
    TiD
    Ja, Belagsfeder ist korrekt drin.
  6. Björn83
    Offline

    Björn83

    Dabei seit:
    17 Juni 2016
    Beiträge:
    157
    Danke:
    21
    SAAB:
    9-3 II
    Baujahr:
    2007
    Turbo:
    TiD
    Nur zur Verständnis..? Was hat die Feder mit dem Pedaldruck zu tun?

    Ich hab bei meinem 2008er z1.9dth auch vor kurzem die hinteren Sättel gemacht.
    Entlüftet haben wir, da das Gerät dafür kaputt war, auch manuell. Wir mußten recht lange entlüften bis der Druck da blieb und keine Luft mehr nachkam.
    Ich war verwundert das das Pedal langsam absinkt auch wenn die Bremse entlüftet ist.
    Aber das ist laut Meister wohl normal und technisch bedingt.
    Beim Starkbremsen in Notsituationen bleibt der Druck aber vorhanden. Ist jetzt so bissel blöd zu beschreiben, aber wenn man darauf achtet fällt es einem auf.

    Wie geht's mittlerweile Deiner Bremse?
  7. patapaya
    Offline

    patapaya

    Dabei seit:
    22 Juli 2006
    Beiträge:
    10,454
    Danke:
    2,478
    SAAB:
    900 II
    Baujahr:
    1996
    Turbo:
    Ohne
    Offenbar können die Beläge ohne oder mit falsch montierter Feder sich weiter aus ihrer Ruhelage zurückbewegen als es eigentlich vorgesehen ist, wodurch man nach einer gewissen Fahrstrecke wieder einen deutlich höheren Pedalweg hat, der sich nach wiederholtem Tritt aufs Pedal dann aber sofort normalisiert - der Pedaldruck selbst ist dann wie gewohnt, nur eben der Pedalweg anfangs deutlich größer.
  8. Urbaner
    Offline

    Urbaner

    Dabei seit:
    31 August 2012
    Beiträge:
    508
    Danke:
    102
    SAAB:
    9-3 III
    Baujahr:
    2009
    Turbo:
    TiD
    Das beobachtete absacken des Pedals ist beim Diesel und seiner Unterdruckpumpe tatsächlich normal ;-)

    Zitat:

    um Hintergrund: Vakuumbremskraftverstärker nutzen das Druckgefälle zwischen einem Vakuum (Unterdruck) und dem atmosphärischen Druck. Dieses Druckgefälle verstärkt die Fußkraft. Während nun bei Ottomotoren das Vakuum durch den Ansaugtakt erzeugt wird, übernimmt bei Dieselmotoren diese Aufgabe eine Vakuumpumpe. Bei Ottomotoren beträgt der erzeugte Unterdruck rund 0,8 bar; bei Dieselmotoren sind es etwa 0,98 bar – außerdem dauert hier der Druckaufbau länger als bei Ottomotoren. Durch mehrere Bremsungen in kurzen Abständen kann es bei niedriger Motordrehzahl zu einer Verringerung der Vakuummenge im Bremskraftverstärker kommen. Und das führt natürlich auch zu weniger Bremskraftunterstützung. Der Bremspedaldruck ist hart. Hält der Fahrer den Fuß auf dem Bremspedal und steigt die Vakuummenge durch den laufenden Motor wieder an, dann steigt auch die Bremskraftunterstützung. Der Pedaldruck B (siehe Abbildung) sinkt bei gleich bleibender Fußkraft, bis die maximale Vakuummenge aufgebaut ist. Wichtig zu wissen ist also, dass die Vakuumpumpe bei Dieselmotoren das Vakuumvolumen langsamer aufbaut als der Ansaugtakt bei Ottomotoren. Dadurch sinkt aber auch das Bremspedal bei Dieselfahrzeugen langsamer. Und das empfindet mancher Fahrer als Fehler, denn er spürt ja, dass das Pedal langsamer sinkt.

    Der stärkere Unterdruck bei Dieselmotoren verursacht eine stärkere Bremskraftunterstützung. Die höhere Belastung führt in allen Bauteilen der Bremsanlage zur stärkeren Dehnung und Setzung. Gerade an den Bremsschläuchen ist diese Dehnung zu beobachten. Folge: Das Bremspedal sinkt noch tiefer. Trotzdem ist immer noch zwischen Pedal und Bodenblech genügend Abstand. Normalerweise genügen rund 80 bar für eine Vollbremsung. Je nach Pedalkraft und Bremssystem können jedoch am Bremssattel bis zu 200 bar erreicht werden, ohne dass man es merkt. Denn nach dem Lösen und erneuten Betätigen des Bremspedals ist wieder ein Pedalweg mit normalem Bremsdruckgefühl vorhanden. Es ist wichtig zu wissen, dass der gesamte Vorgang physikalischbedingt ist und keine Störung vorliegt.





    Quelle: http://www.conti-online.com/generator/www/com/de/ate/ate/allgemein/news/news_200
    (mittlerweile leider nicht aufrufbar)